Wirecard: Es geht weiter

Die vergangene Woche glich für Wirecard und seinen Anteilseignern einem Horrorfilm. Nach massiven Kurseinbrüchen infolge von zwei Berichten in der „Financial Times“ (Mittwoch und Freitag) sowie entsprechenden Dementis von Wirecard geht das Spektakel in der nächsten Woche in eine neue Runde.

Am Montag um 13 Uhr wird Wirecard eine Telefonkonferenz zu den “Vorkommnissen am Kapitalmarkt” abhalten. Das und eventuelle neue Vorwürfe der Financial Times dürften die Kurskapriolen erneut anstacheln. Inzwischen gehen auch BaFin und die Staatsanwaltschaft München der Frage nach, ob der Kurs bewusst manipuliert wurde.

Fake News oder doch nicht?

Die Financial Times hatte sich in ihren Artikeln auf interne Wirecard-­Dokumente berufen. Es ging um strafbare ­Buchungsvorgänge in der Niederlassung Singapur. Dabei ging es unter anderem um Geldwäsche und angebliche Falsch­buchungen. Angeblich hätte eine von Wirecard beauftragte Anwaltskanzler bei einer Prüfung in Singapur Beweise für schwere Straftaten gefunden, die auf Fälschungen in der Rechnungslegung hindeuteten und Wirecard bereits Anfang Mai darüber informiert.

Doch Wirecard widerspricht.

Bereits am Freitagnachmittag widersprach das Unternehmen der Darstellung. Man wies die Vorwürfe als “substanzlos, falsch, ungenau, irreführend und diffamierend” zurück. Die genannte Kanzlei habe “keine Hinweise auf größeres Fehlverhalten” gefunden. Auch die von der Financial Times behauptete Präsentation im Mai 2018 habe es nicht gegeben.

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