Wirecard: Gelingt der Break?

Die vergangenen Wochen brachten für den Zahlungsdienstleister Wirecard einen sichtbaren Stimmungs-Umschwung. Nachdem die Aktie seit Oktober in der Spitze bis zu 17 % verloren hatte und zeitweise nur noch 39 Euro kostete, setzte ein fulminanter Rebound ein. Den Auslöser lieferte dabei eine starke Einschätzung zum Geschäftsverlauf des vierten Quartals.

© Wirecard

Dabei hatte Wirecard schon im Oktober seine Prognose für das inzwischen zu Ende gegangene Jahr angehoben. So rechnete man damals mit einem operativen Ergebnis auf Basis EBITDA von 298 bis 312 Millionen Euro. Gleichzeitig gab man die Prognose heraus, im angelaufenen Jahr bis zu 400 Millionen Euro auf gleicher Basis verdienen zu können. Allerdings schienen die Anleger nicht so recht überzeugt, was sich allerdings jetzt ändern dürfte.

Wirecard liefert starke Wachstumszahlen

Denn Mitte Dezember schon erklärte das Management, dass man im vierten Quartal die starken Zahlen aus den ersten neun Monaten nochmals übertroffen habe. Das gab den sichtbaren Startschuss für die folgende Rallye. Diese wurde auf ihrem Weg nach oben auch durch weitere positive Nachrichten gefüttert, so unter anderem über verbesserte Wettbewerbsbedingungen in Indien wie auch ganz aktuell die Nachricht, dass Wirecard einen erweiterten Auftrag durch die deutsche Tochter der E-Commerce-Plattform Rakuten erhalten habe.

Vor diesem Hintergrund konnte sich die Aktie von Wirecard in den letzten Tagen bis an die 100-Tage-Linie heranarbeiten. Was auch noch aus anderem Blickwinkel interessant ist, weil die Aktie nun auch auf den seit Anfang Oktober geltenden Abwärtstrend trifft.

Wenn der Break gelingt

Damit ist eine klare Entscheidungssituation konstruiert. Denn gelingt Wirecard hier der Ausbruch nach oben, hat man gleich zwei Widerstände auf einmal gebrochen und das dürfte der Aktie weiteren Auftrieb geben. Dies ungeachtet der Tatsache, dass bereits im Bereich von 45 Euro der nächste Widerstand wartet.

Zusammengefasst: Die Aktie hat eine sehr gute Ausgangsposition, um die genannten Widerstände zu überwinden. Zumal der Wert auch von Bewertungsseite her mit einem geschätzten KGV für 2017 bei 20 zwar nicht mehr billig, aber auch nicht überteuert erscheint und diese Bewertung angesichts der anvisierten Gewinnsteigerung auch rechtfertigt. Allerdings sollte vor einem Investment der beschriebene Break abgewartet werden. Hier böte sich eine Stopp-Buy-Order bei 43,70 Euro an.

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