Wirecard: Präsenz am Flughafen München

Die Aktien des Zahlungsdienstanbieters Wirecard haben einige turbulente Monate hinter sich. In der Zeit von Februar bis März mussten die Papiere deutliche Verluste einkassieren, nachdem seitens von Analysten von Zatarra Vorwürfe im Hinblick auf die Geschäftspraktiken die Runde machten.

© Wirecard
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Während das Unternehmen die Vorwürfe zurückwies, wurde im Markt auch eher eine „Attacke“ von Seiten der Short-Seller vermutet. Letzte Woche dagegen drehte sich das Bild vollends.

Wirecard angeblich im Visier der Chinesen

Diesmal lag der Grund in einem Blogbeitrag, welcher eine mögliche Übernahme Wirecards durch ein chinesisches Unternehmen ins Spiel brachte. In diesem Zusammenhang fiel auch der Name von China Mobile. Laut diesem Bericht wollen die Chinesen danach mindestens 25% der Anteile an Wirecard zu einem Preis von 53 bis 55 Euro je Aktie erwerben.

Stellungnahmen sowohl von Wirecard als auch China Mobile gab es hierzu nicht und auch im Markt wird der Wahrheitsgehalt dieser Meldung eher als kritisch angesehen. Eher wurde hierin der Versuch gesehen, den Kurs der Aktie wieder in die Aufwärtsrichtung zu lenken.

Ganz von der Hand weisen kann man ein chinesisches Interesse jedoch weiterhin nicht. Die Übernahmen der letzten Zeit zeigen insbesondere das Interesse von chinesischen Firmen an deutschen Unternehmen allzu deutlich.

Baldiger Startschuss am Flughafen München

Ungeachtet dessen kümmert sich der Zahlungsdienstanbieter aktuell eher um den Ausbau seines Geschäftsmodells. Heute verkündete man eine neue Zusammenarbeit der mit eurotrade Flughafen München Handels-GmbH.

Gegenstand der Zusammenarbeit ist, dass die Geschäfte am Münchener Flughafen, welche der Gesellschaft angeschlossen sind, ab Mitte Juli zusätzliche Bezahloptionen per Alipay Barcode Payment erhalten. Dadurch können beispielsweise Touristen aus China sowohl im Abflug- als auch im Ankunftsbereich ihre Einkäufe in den teilnehmenden Shops bequem mit ihrer mobilen Alipay App bezahlen.

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Wie im Chartbild deutlich erkennbar, sorgten in der vergangenen Woche die Übernahmegerüchte für einen entsprechenden Kursanstieg, welcher in der Spitze die Marke von 42 Euro erreichte. Gehalten werden konnte dieses Niveau in der Folge jedoch nicht.

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