Wolfspeed Aktie: Tiefrote Zahlen

Der Halbleiterhersteller Wolfspeed meldet einen massiven Quartalsverlust und erwartet weiteren Umsatzrückgang. Kosteneinsparungen und starkes Wachstum im KI-Rechenzentren-Geschäft sollen die angespannte Finanzlage stabilisieren.

Die Kernpunkte:
  • Massiver Nettoverlust trotz Umsatz von 168 Millionen Dollar
  • Umsatzprognose für kommendes Quartal fällt erneut
  • Starkes Wachstum im Geschäft mit KI-Rechenzentren
  • Fertigungsprozess auf moderne 200-mm-Technologie umgestellt

Wolfspeed hat die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026 vorgelegt und zeigt sich nach dem Abschluss des Chapter-11-Verfahrens weiterhin in einer finanziell angespannten Lage. Trotz eines massiven Nettoverlusts forciert das Unternehmen Kosteneinsparungen und den technologischen Wandel in der Fertigung. Reicht das starke Wachstum im Bereich der KI-Rechenzentren aus, um die schwache Umsatzprognose für das kommende Quartal aufzufangen?

  • Umsatz: 168 Millionen US-Dollar.
  • Nettoverlust (GAAP): 151 Millionen US-Dollar.
  • Liquidität: 1,3 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und kurzfristigen Anlagen.
  • Investitionsausgaben: Rückgang um 90 % gegenüber dem Vorjahr.

Der am 28. Dezember 2025 geendete Berichtszeitraum verdeutlicht die operativen Herausforderungen. Mit einer negativen GAAP-Bruttomarge von 46 % und einem bereinigten EBITDA von minus 82 Millionen US-Dollar bleibt die Profitabilität stark belastet. Für das laufende dritte Quartal rechnet das Management mit einem weiteren Umsatzrückgang auf eine Spanne zwischen 140 und 160 Millionen US-Dollar bei weiterhin negativen Margen.

Fokus auf Effizienz und 200-mm-Technologie

Wolfspeed hat im abgelaufenen Quartal drastische Sparmaßnahmen umgesetzt, um die Burn-Rate zu senken. Die operativen Kosten sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum annualisiert um 200 Millionen US-Dollar. Parallel dazu treibt das Unternehmen den technologischen Umbau voran: Die veraltete 150-Millimeter-Fertigung im Werk Durham wurde vorzeitig eingestellt.

Die Produktion konzentriert sich nun vollständig auf die effizientere 200-Millimeter-Technologie. Ein technologischer Fortschritt gelang zudem mit der Demonstration eines 300-Millimeter-Siliziumkarbid-Wafers, was die langfristige technologische Roadmap absichern soll. Zur Bilanzstärkung nutzte das Unternehmen 175 Millionen US-Dollar aus erhaltenen Steuererstattungen in Höhe von insgesamt 700 Millionen US-Dollar für die Tilgung langfristiger Schulden.

Wachstum im KI-Sektor und neue Partnerschaften

Ein Lichtblick zeigt sich bei Anwendungen für KI-Rechenzentren. In diesem Segment stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um rund 50 %. Das Unternehmen diversifiziert damit seine Erlösquellen über den reinen Automobilsektor hinaus. Dennoch bleibt die E-Mobilität ein wichtiger Pfeiler: Neue Lieferverträge mit Toyota für Onboard-Ladesysteme und mit Hopewind für industrielle Wechselrichter wurden im Berichtsquartal gefestigt.

In der ersten Hälfte des Kalenderjahres 2026 wird Wolfspeed ein Update seines langfristigen Strategieplans präsentieren. Diese Veröffentlichung soll revidierte Finanzziele und detaillierte Pläne zur künftigen Kapitalallokation enthalten. Bis dahin bleibt die Stabilisierung des operativen Geschäfts und der Margen die zentrale Aufgabe.

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