Workday Aktie: 7,90-Prozent-Einbruch auf 134,86 Euro
Workday-Aktie fällt nach jüngster Rallye um fast acht Prozent. Analysten uneins über KI-Potenzial und Wachstumsaussichten des Softwarekonzerns.

- Kursverlust von 7,9 Prozent
- Gewinnmitnahmen nach 26-prozentigem Anstieg
- Morgan Stanley senkt Einstufung auf Underweight
- KI-Buchungen steigen um über 200 Prozent
Workday verliert am Donnerstag massiv an Boden. Der Aktienkurs bricht um 7,90 Prozent ein und notiert bei 134,86 Euro. Diese Entwicklung markiert das Ende einer starken Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen.
Gewinnmitnahmen nach der Rallye
Anleger sicherten sich zuletzt ihre Profite. In den vergangenen 30 Tagen legte das Papier noch um rund 26 Prozent zu. Hintergrund war eine branchenweite Rotation am Aktienmarkt. Investoren schichteten Kapital aus teuren Hardware-Werten in Software-Unternehmen um.
Nun trübt sich die Stimmung vorerst ein. Ein Grund dafür ist das aktuelle Zinsumfeld in den USA. Die US-Notenbank hielt den Leitzins zwar stabil. Die Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh wirkten jedoch belastend auf den gesamten Wachstumssektor. Parallel dazu stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf 5,09 Prozent.
Analysten uneins über KI-Potenzial
Innerhalb der Branche klaffen die Meinungen weit auseinander. Die Bank Morgan Stanley stufte Workday auf „Underweight“ herab. Das neue Kursziel liegt bei 145 US-Dollar. Die Analysten verwiesen dabei auf ein langsameres Wachstum im Bereich der Personalmanagement-Software.
Andere Marktbeobachter blicken optimistischer auf den Konzern. Sie konzentrieren sich auf den Bereich der künstlichen Intelligenz. In diesem Segment stiegen die Buchungen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 200 Prozent.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Aus technischer Sicht hat sich das Bild kurzfristig verschlechtert. Workday rutschte unter den wichtigen 200-Tage-Durchschnitt bei 140,64 Euro. Die Aktie handelt damit nun rund 36 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Im August präsentiert das Management die Ergebnisse für das zweite Quartal. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von 1,26 US-Dollar je Aktie. Im Oktober folgt die jährliche Hausmesse in Las Vegas. Dort will Workday neue Werkzeuge für automatisierte Finanz- und HR-Prozesse vorstellen.
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