Worldline: 72 Millionen für Eurobank-Vollübernahme
Worldline kauft für 72 Millionen Euro die restlichen Anteile an der griechischen Tochter und fokussiert sich auf das europäische Kerngeschäft.

- 72 Millionen Euro für restliche Anteile
- Fokus auf europäisches Kerngeschäft
- Kapitalerhöhung brachte 500 Millionen Euro
- Umsatz im ersten Quartal leicht rückläufig
Worldline macht im Südosten Europas Ernst. Der Zahlungsdienstleister übernimmt die restlichen Anteile am Joint Venture mit der Eurobank. Damit treibt der Konzern seine Neuausrichtung auf das europäische Kerngeschäft konsequent voran.
Integration im Kernmarkt
Die vollständige Übernahme der griechischen Tochter lässt sich Worldline 72 Millionen Euro kosten. Bisher hielten die Franzosen 80 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Der Schritt folgt auf eine Phase, in der sich das Unternehmen gezielt von Randgeschäften außerhalb Europas trennte.
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Hinter der Transaktion steht die Ambition „North Star 2030“. Worldline will zurück zu Wachstum und einem stabilen Cashflow finden. Parallel dazu hat sich der Konzern bereits von Aktivitäten in Australien und Neuseeland verabschiedet, um den Fokus zu schärfen.
Strategie und Kapitalbasis
Die finanzielle Basis für die Expansion sicherte eine Kapitalerhöhung im März 2026. Rund 500 Millionen Euro sammelte Worldline ein. Stabile Großaktionäre wie BNP Paribas und Crédit Agricole stützten die Maßnahme und halten gemeinsam rund 37 Prozent des Kapitals.
Operativ zeigt sich derweil ein zweigeteiltes Bild. Im ersten Quartal 2026 lag der Umsatz bei 831 Millionen Euro — ein leichter organischer Rückgang von 0,5 Prozent. Während das Geschäft mit Händlern wieder wuchs, belasteten geplante Vertragsenden im Finanzsektor die Bilanz.
Das Management hält an der Prognose für das laufende Jahr fest. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 630 und 650 Millionen Euro liegen. Der Free Cash Flow wird wegen hoher Investitionen in Sanierungsprogramme jedoch voraussichtlich zwischen minus 70 und minus 80 Millionen Euro landen.
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