WTI Öl: Countdown zur Blockade
Nach dem Scheitern der US-Iran-Gespräche verhängt Washington eine Seeblockade, was den Ölpreis um über 9% steigen lässt und globale Lieferengpässe befürchten lässt.

- Diplomatische Gespräche zwischen USA und Iran gescheitert
- US-Seeblockade der Straße von Hormus tritt in Kraft
- WTI-Ölpreis springt um über neun Prozent
- Angst vor globalen Öl-Lieferengpässen wächst
Die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran sind am Wochenende in Islamabad endgültig gescheitert. Als direkte Konsequenz ordnete das Weiße Haus eine Seeblockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus an, die noch heute in Kraft tritt. Damit kehrt die geopolitische Risikoprämie mit voller Wucht in den Energiemarkt zurück.
Angst vor dem Angebotsschock
Die Ankündigung löste am Montagmorgen heftige Marktbewegungen aus. Der Preis für WTI-Rohöl sprang um über neun Prozent nach oben und notiert aktuell bei 104,31 US-Dollar. Verantwortlich für diesen massiven Aufschlag ist die Furcht der Investoren vor einem globalen Lieferengpass. Rund 20 Prozent des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls passieren diese Meerenge. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Saudi-Arabiens Versuche, Ölströme über alternative Pipelines zum Roten Meer umzuleiten, einen Totalausfall der Seeroute kaum kompensieren können.
Während der Energiesektor von der Entwicklung profitiert, geraten die breiten Aktienmärkte unter Druck. Steigende Energiekosten schüren sofort neue Inflationssorgen und bedrohen die globalen Wachstumsprognosen. Die in der vergangenen Woche noch eingepreiste Friedensdividende hat sich vollständig in Luft aufgelöst. Stattdessen sichern sich Händler nun physische Lieferungen, was die Prämien für bestimmte US-Ölsorten auf Rekordhöhen treibt.
Frist endet am Nachmittag
Der weitere Handelsverlauf hängt nun unmittelbar von der Umsetzung der militärischen Maßnahme ab. Ab 14:00 Uhr Weltzeit (UTC) sollen amerikanische Kriegsschiffe den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen unterbinden.
Investoren werten ab diesem Zeitpunkt die Kommunikationskanäle des US-Zentralkommandos (CENTCOM) aus, um auf mögliche maritime Konfrontationen zu reagieren. Ohne einen überraschenden diplomatischen Durchbruch in letzter Minute dürfte das stark erhöhte Preisniveau mindestens bis zum Handelsschluss an der Wall Street bestehen bleiben.
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