Xerox Aktie: 9 Prozent Minus trotz Jets-Deal

Xerox verliert fast neun Prozent an der Börse, obwohl das Unternehmen einen NFL-Vertrag und eine fünfte Cloud-Führungsposition vermeldet.

Die Kernpunkte:
  • Aktie bricht trotz positiver Nachrichten ein
  • Mehrjährige Partnerschaft mit New York Jets
  • Erneute Auszeichnung als Cloud-Marktführer
  • Umsatzplus von 27 Prozent im ersten Quartal

Ein Absturz trotz starker Schlagzeilen: Xerox verliert am Donnerstag fast neun Prozent an Wert. Das Technologieunternehmen verkündete am selben Tag eine prestigeträchtige Partnerschaft mit den New York Jets sowie eine neue Branchenauszeichnung. An der Börse verpufften diese Nachrichten jedoch wirkungslos.

Technik-Offensive in der NFL

Der Pakt mit dem NFL-Team ist auf mehrere Jahre angelegt. Xerox übernimmt dabei die Modernisierung der Dokumentenverwaltung und automatisiert die Arbeitsabläufe in der Zentrale der Jets. Ziel ist es, sowohl den sportlichen Bereich als auch das operative Geschäft des Football-Clubs effizienter zu gestalten.

Die Zusammenarbeit geht über rein technische Lösungen hinaus. Der Konzern sichert sich als Sponsor der „Jets Partner Alliance“ eine dauerhafte Markenpräsenz. Dazu gehört unter anderem Sichtbarkeit im MetLife Stadium an Spieltagen. Darren Cassidy, Marketingchef bei Xerox, bestätigte die strategische Bedeutung der Kooperation.

Dominanz im Cloud-Segment

Parallel dazu behauptet das Unternehmen seine Position im Bereich der digitalen Arbeitsplatzlösungen. Das Analysehaus Quocirca kürte Xerox im aktuellen Marktbericht erneut zum Marktführer für Cloud-Druckdienste. Es ist die fünfte Auszeichnung dieser Art in Folge.

Die Experten hoben insbesondere die erfolgreiche Integration der Lexmark-Plattformen hervor. Auch die Sicherheitsarchitektur und der Fokus auf „Cloud-First“-Strategien gaben den Ausschlag. Munu Gandhi, Chief Technology Officer bei Xerox, sieht darin eine Bestätigung für die Tiefe des aktuellen Service-Angebots.

Volatilität bremst Aufwärtstrend

Operativ meldete Xerox zuletzt ein deutliches Umsatzplus von knapp 27 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar. Damit übertraf das Unternehmen im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich. Trotz dieser Erfolge bleibt das Vertrauen der Anleger brüchig.

Auf Jahressicht verlor der Titel fast 46 Prozent seines Wertes. Der Kurs sackte am Donnerstag auf 2,29 Euro ab. Die hohe Volatilität von rund 68 Prozent sorgt bei Investoren weiterhin für Nervosität.

Nun rückt die technische Analyse in den Vordergrund. Die Aktie nähert sich wieder der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 2,15 Euro verläuft. Hält diese Unterstützung, bleibt der seit Jahresanfang bestehende leichte Aufwärtstrend vorerst bestehen.

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