Xiaomi: 3,3 Millionen Aktien zurückgekauft
Xiaomi kauft eigene Aktien zurück, während sinkende Handy-Verkäufe und steigende Bauteilkosten die Marge belasten. Die E-Auto-Sparte treibt die Expansion in Europa voran.

- Rückkauf von 3,3 Millionen Aktien
- Smartphone-Auslieferungen sinken um 19 Prozent
- Steigende Preise für Speicherchips belasten
- E-Auto-Sparte plant Europa-Einstieg ab 2027
Die Expansion läuft, der Aktienkurs hinkt hinterher. Während Xiaomi mit einem neuen Forschungszentrum in München den europäischen Automarkt ins Visier nimmt, kämpft das Kerngeschäft mit sinkenden Verkaufszahlen. Um den Abwärtstrend an der Börse zu stoppen, greift das Management nun in die eigene Kasse.
Am Freitag erwarb der Technologiekonzern 3,3 Millionen eigene Aktien zurück. Bereits wenige Tage zuvor hatte Xiaomi eine ähnlich große Tranche vom Markt genommen. Die Maßnahme soll die Kapitalstruktur optimieren und den Kurs stützen.
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Das erscheint nötig angesichts der jüngsten Entwicklung. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 3,37 Euro und verbucht damit seit Jahresbeginn ein Minus von rund 25 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 6,69 Euro ist es ein weiter Weg. Analysten bleiben indes optimistisch und verorten das Kursziel im Schnitt spürbar über dem aktuellen Niveau.
Teure Bauteile belasten das Smartphone-Segment
Im klassischen Handy-Geschäft weht dem Konzern spürbarer Gegenwind ins Gesicht. Im ersten Quartal 2026 lieferte Xiaomi rund 33,8 Millionen Geräte aus. Das reichte zwar für den dritten Platz im weltweiten Ranking, bedeutet aber einen Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Ursache für den Einbruch sind vor allem gestiegene Preise für Speicherkomponenten. Da ein Großteil der verkauften Smartphones im günstigen Preissegment angesiedelt ist, schlägt die Inflation bei den Bauteilen direkt auf die Gewinnmarge durch. Als Gegenmaßnahme forciert das Management nun den Verkauf von Premium-Modellen.
Europa-Fokus für Xiaomi Auto
Parallel dazu treibt das Unternehmen sein zweites Standbein voran. Die Elektroauto-Sparte entwickelt sich zum zentralen Wachstumsmotor. Seit dem Start des Modells SU7 hat Xiaomi kumuliert mehr als 650.000 Fahrzeuge auf die Straße gebracht. Für das laufende Jahr peilt das Management 550.000 Auslieferungen an.
Jetzt rückt der europäische Markt in den Mittelpunkt. Der Konzern plant ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in München. Dieser Standort soll das künftige Design steuern und den für 2027 anvisierten Marktstart in Europa vorbereiten.
Am 26. Mai präsentiert Xiaomi die offiziellen Zahlen für das abgelaufene Quartal. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dann die Bruttomarge der Elektroauto-Sparte. Ein solider Ausblick auf die zweite Jahreshälfte und das geplante Modell YU7 könnten dem Kurs neue Impulse liefern.
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