Xiaomi Aktie: 185.055 E-Autos im Halbjahr

Xiaomi präsentiert am 18. August Q2-Zahlen: Rekordauslieferungen bei E-Autos, aber steigende Komponentenkosten belasten das Kerngeschäft.

Die Kernpunkte:
  • Q2-Bericht am 18. August
  • E-Auto-Auslieferungen: 185.055 Einheiten
  • Neue SkyNomad-Serie startet im September
  • Analysten uneins über Margenentwicklung

Xiaomi steuert auf einen wichtigen Termin zu: Am 18. August 2026 legt der chinesische Technologiekonzern seine ungeprüften Finanzergebnisse für das zweite Quartal vor. Die Erwartungen der Anleger sind gespalten, denn während die E-Auto-Sparte operativ überzeugt, mehren sich Warnungen vor steigenden Kosten im Kerngeschäft.

Vierter Monat in Folge über 30.000 Auslieferungen

Xiaomi Auto hat im Juli erneut mehr als 30.000 Fahrzeuge ausgeliefert – bereits der vierte Monat in Folge, in dem diese Marke überschritten wird. Im ersten Halbjahr 2026 kamen damit insgesamt 185.055 Einheiten zusammen, wie das Unternehmen mitteilte. Das entspricht rund 34 Prozent des für das Gesamtjahr ausgegebenen Ziels von 550.000 Fahrzeugen. Die Sparte bleibt damit auf Kurs, muss das Tempo in der zweiten Jahreshälfte aber noch einmal deutlich anziehen, um die Vorgabe zu erreichen.

Zusätzlichen Schub soll die neue „SkyNomad“-Serie bringen. Ende Juli stellte Xiaomi Auto die Modelle N70 Max und N90 Max vor, zwei SUVs mit Reichweitenverlängerer (EREV). Die Auslieferung der neuen Baureihe soll im September beginnen und dürfte damit erst in den Zahlen für das dritte Quartal sichtbar werden.

Analysten uneins vor den Quartalszahlen

Bei den Analysten zeichnet sich vor der Veröffentlichung ein uneinheitliches Bild ab. CICC (China International Capital Corporation) rechnet in einem aktuellen Research-Bericht für das zweite Quartal mit einem Rückgang bei Umsatz und Gewinn, den das Haus vor allem auf steigende Komponentenpreise zurückführt. Speicherchips und andere Bauteile sind zuletzt teurer geworden und drücken auf die Margen der Smartphone- und Elektroniksparte.

UBS kommt in einem aktuellen Research-Update zu einer differenzierteren Einschätzung: Die Schweizer Großbank sieht trotz des kurzfristigen Margendrucks Potenzial für eine positive Überraschung bei den anstehenden Zahlen. Beide Häuser stimmen damit im Befund überein, dass die Kostenseite belastet – UBS traut dem Konzern aber zu, dies operativ zu kompensieren.

Zur Einordnung: Im ersten Quartal 2026 hatte Xiaomi einen Umsatz von 99,1 Milliarden Renminbi und einen bereinigten Nettogewinn von 6,1 Milliarden Renminbi bei einer Bruttomarge von 22,0 Prozent ausgewiesen. Für das zweite Quartal liegt der Analystenkonsens bei einem Gewinn je Aktie von 0,225 Renminbi und einem Umsatz von rund 116,84 Milliarden Renminbi – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorquartal, sofern sich die Konsensschätzung bestätigt.

Kursbild bleibt angespannt

An der Börse hat sich die Aktie zuletzt stabilisiert, ohne den längerfristigen Abwärtstrend zu durchbrechen. Am Dienstag schloss das Papier bei 3,13 Euro, nach einem moderaten Tagesplus. Auf Monatssicht steht dennoch ein Erholungsgewinn von 20,19 Prozent, der frühere Verluste teilweise ausgleicht. Zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt der Abstand weiterhin 15,50 Prozent nach unten – ein Hinweis darauf, dass der übergeordnete Trend trotz der jüngsten Gegenbewegung angespannt bleibt.

Für Anleger bündeln sich damit zwei Erzählungen in einem Termin: Auf der einen Seite ein E-Auto-Geschäft, das seine Wachstumsdynamik über mehrere Monate bestätigt und mit der SkyNomad-Serie im September einen weiteren Schub erhalten soll. Auf der anderen Seite ein Kerngeschäft, das mit steigenden Bauteilkosten kämpft und dessen Margenentwicklung die Analysten uneins zurücklässt. Der 18. August dürfte zeigen, welche der beiden Kräfte im zweiten Quartal überwogen hat.

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