Xiaomi Aktie: 20 Milliarden HKD für Rückkäufe

Xiaomi startet ein 20-Milliarden-HKD-Rückkaufprogramm, während die Aktie auf einem 52-Wochen-Tief notiert und die Quartalszahlen einen deutlichen Gewinnrückgang zeigen.

Die Kernpunkte:
  • Neues Rückkaufprogramm über 20 Milliarden HKD
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 32 Prozent
  • Gewinn im ersten Quartal um 43 Prozent gesunken
  • EV-Sparte liefert 80.800 Fahrzeuge aus

Xiaomi startet am Montag ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Der Anlass ist wenig erfreulich: Das Papier notiert auf dem tiefsten Stand der vergangenen zwölf Monate, und die jüngsten Quartalszahlen haben den Druck auf den Kurs weiter erhöht.

Rückkauf als Kursanker

Am Freitag schloss die Aktie bei 3,08 Euro — ein Minus von fast 32 Prozent seit Jahresbeginn. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 6,69 Euro hat das Papier mehr als die Hälfte seines Wertes verloren.

Das neue Rückkaufprogramm startet offiziell am 2. Juni 2026 und läuft zwölf Monate. Das Volumen beträgt bis zu 20 Milliarden Hongkong-Dollar. Es ersetzt ein bereits abgeschlossenes Programm, in dessen Rahmen Xiaomi Aktien für rund 14,6 Milliarden HKD zurückgekauft hatte. Einen ersten Vorgeschmack gab es bereits am 28. Mai: Das Unternehmen erwarb 10,5 Millionen Aktien für 298 Millionen HKD.

Gewinneinbruch trifft Anleger hart

Auslöser der Kursschwäche sind die Ergebnisse des ersten Quartals 2026. Der Umsatz fiel um knapp 11 Prozent auf 99,1 Milliarden Renminbi. Der bereinigte Nettogewinn brach um 43 Prozent auf 6,1 Milliarden RMB ein.

Zwei Faktoren belasten das Hardware-Geschäft besonders. Die Preise für DRAM- und NAND-Flash-Speicher haben sich im Jahresvergleich nahezu verdoppelt — angetrieben durch die KI-Nachfrage. Beim Smartphone-Absatz lieferte Xiaomi mit 33,8 Millionen Geräten 19 Prozent weniger aus als im Vorjahr. Weltmarktanteil und dritter Rang bleiben mit 11,3 Prozent erhalten, doch die Marge leidet.

Elektroautos: Wachstum auf Kosten der Profitabilität

CEO Lei Jun setzt auf Differenzierung im Elektroauto-Segment. Xiaomi entwickelt eigene Aluminiumlegierungen für das sogenannte „Hypercasting“-Verfahren — großformatige Karosserieteile entstehen in einem einzigen Gussvorgang. Jun zufolge beherrscht weltweit nur Tesla dasselbe Verfahren.

Im ersten Quartal lieferte die EV-Sparte rund 80.800 Fahrzeuge aus und erzielte einen Umsatz von 19,9 Milliarden RMB. Das operative Defizit der Sparte liegt bei 3,1 Milliarden RMB — rund 5.600 US-Dollar pro Fahrzeug. Das Ziel: 550.000 Auslieferungen im Gesamtjahr 2026.

Ob das Rückkaufprogramm die Kursschwäche bremst, entscheidet sich schon in den nächsten Handelstagen. Parallel testet Xiaomi mit dem SUV-Marktstart und dem für Juni geplanten KI-Fahrassistenz-Update „XLA V2″ zwei neue Wachstumskatalysatoren.

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