Xiaomi Aktie: 40.000 Auslieferungen im September

Sky-Nomad verzeichnet über 70.000 Bestellungen; Rückkäufe und ein HSBC-Kaufurteil begleiten den Kursrückgang.

Die Kernpunkte:
  • HyperOS 4 öffnet sich für Apple-Geräte
  • Sky-Nomad: über 70.000 Bestellungen im ersten Monat
  • Xiaomi kaufte eigene B-Aktien zurück
  • HSBC startete mit Kaufempfehlung und Kursziel

Xiaomi treibt die Vernetzung seiner Produktwelt voran und baut zugleich das Automobilgeschäft aus. Während das Unternehmen operativ mit neuen Softwarefunktionen und Fahrzeugverkäufen expandiert, spiegelt sich dieser Vorstoß an den Aktienmärkten bislang nicht wider. Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Notierung spürbar unter Druck.

Öffnung für das Apple-Ökosystem

Am Mittwoch kündigte der Konzern eine erweiterte Kompatibilität seines Betriebssystems HyperOS 4 mit Geräten von Apple an. Geplant sind unter anderem ein geräteübergreifendes Teilen von Inhalten, ein bidirektionaler Zugriff auf Cloud-Fotoalben sowie synchronisierte Benachrichtigungen. Damit öffnet das Unternehmen seine Plattform gezielt für Nutzer fremder Betriebssysteme, um Hürden beim Wechsel zwischen verschiedenen Geräten abzubauen.

Dieser Schritt soll die Reichweite der konzerneigenen Dienste vergrößern und bestehende Schranken mindern. Indem Schnittstellen zu Konkurrenzsystemen geschaffen werden, versucht das Management, bisherige Nutzer anderer Marken an das eigene Angebot heranzuführen.

Nachfrage nach neuer Modellreihe

Parallel zur Softwareentwicklung meldet die Fahrzeugsparte Zuwächse. Gestern gab Xiaomi Auto bekannt, dass für die Modellreihe Sky-Nomad in den ersten 30 Tagen nach dem Marktstart mehr als 70.000 verbindliche Bestellungen eingegangen sind. Im September lieferte die Autosparte insgesamt mehr als 40.000 Fahrzeuge aus, zu denen die neue Modellreihe bereits im ersten Monat maßgeblich beitrug.

Der Hochlauf der Fertigung gilt als entscheidender Faktor für die langfristige Rentabilität der neuen Sparte. Die zügige Abarbeitung des Auftragsbestands soll belegen, dass die Produktionskapazitäten mit dem Kundeninteresse Schritt halten können. Für den Konzern bedeutet der Ausbau der Sparte allerdings auch anhaltend hohe Investitionen.

Kapitalmaßnahmen und Analystenurteil

Zur Stützung des Anteilsscheins griff das Unternehmen zu Aktienrückkäufen. Am Montag kaufte Xiaomi 2.000.000 eigene Aktien der Klasse B für insgesamt 47,5902 Millionen HK$ zurück, die eingezogen werden sollen. Zudem erwarb der Konzern für rund 99,238 Millionen HK$ weitere eigene Anteilsscheine der Klasse B, um sie ebenfalls einzuziehen.

Mit dem Einzug der zurückgekauften Papiere verringert das Unternehmen die Zahl der umlaufenden Anteile. Solche Schritte sollen am Markt das Vertrauen der Unternehmensführung in die fundamentale Entwicklung signalisieren, können das Marktumfeld jedoch selten allein drehen.

Analystenseitig erhielt der Konzern Unterstützung durch HSBC: Die Bank nahm am 30. September die Bewertung der Aktie mit der Empfehlung „Buy“ und einem Kursziel von 33,20 HK$ auf. Der Schlusskurs lag gestern bei 2,69 Euro, womit das Papier seit Jahresanfang ein Minus von 38 Prozent ausweist.

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