Xiaomi Aktie: Absatzdelle im EV-Geschäft
Xiaomis Elektroauto-Sparte verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Absatzrückgang. Das Unternehmen reagiert mit neuen Modellen und einem personellen Umbau des Vertriebs.

- Starker Absatzeinbruch im ersten Quartal 2026
- Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn über 20 Prozent
- Neue Modelle und Tesla-Managerin für Vertrieb
- Herausfordernde Jahresziele und Margendruck
Nach zwei starken Quartalen mit jeweils über 100.000 ausgelieferten Fahrzeugen verzeichnet Xiaomis Elektroauto-Sparte zum Start in das Jahr 2026 einen spürbaren Rückgang. Mit gut 79.000 Einheiten im ersten Quartal wächst das Segment im Jahresvergleich nur noch moderat. Der Konzern reagiert auf die nachlassende Dynamik nun mit einem personellen Umbau und neuen Modellen.
Verantwortlich für die verhaltene Bilanz ist primär das SUV-Modell YU7. Nachdem die erste Welle an Vorbestellungen abgearbeitet ist, fallen die wöchentlichen Auftragseingänge deutlich zurück. Zuletzt lagen die Schätzungen bei nur noch rund 4.000 Bestellungen pro Woche – ein scharfer Kontrast zu den bisherigen Spitzenwerten von fast 38.000 monatlichen Verkäufen. Diese Abkühlung im operativen Geschäft spiegelt sich auch auf dem Parkett wider: Seit Jahresanfang hat das Papier bereits 20,07 Prozent an Wert eingebüßt und schloss gestern bei 3,59 Euro.
Neues Modell und Tesla-Expertise
Um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken, setzt das Management auf zwei Hebel. Einerseits liefert das frisch überarbeitete SU7-Facelift erste Erfolge. Mit einem Einstiegspreis von umgerechnet knapp 32.000 US-Dollar unterbietet Xiaomi gezielt das Tesla Model 3 und konnte zum Verkaufsstart Mitte März binnen Minuten 15.000 Einheiten absetzen.
Andererseits richtet der Konzern seinen Vertrieb neu aus. Da sich die Verkäufe bislang stark auf die persönliche Strahlkraft von Gründer Lei Jun stützten, übernimmt nun Kong Yanshuang, die ehemalige Generaldirektorin von Tesla China, den Aufbau eines professionellen Händlernetzes. Der Wechsel markiert den Übergang von einem rein produktgetriebenen Ansatz hin zu etablierten Vertriebsstrukturen.
Margendruck und Modelloffensive
Parallel treibt das Unternehmen die Erweiterung seiner Produktpalette voran. Neben einer Langversion des SU7 stehen in der ersten Jahreshälfte neue SUV-Modelle in den Startlöchern. Ein Hochleistungs-SUV mit knapp 1.000 PS absolviert zudem bereits Testfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife.
Trotz dieser Offensive steht Xiaomi vor einem herausfordernden Restjahr. Mit bislang 14,3 Prozent Zielerreichung im ersten Quartal muss der Absatz in den kommenden Monaten deutlich anziehen, um die anvisierte Jahresmarke von 550.000 Fahrzeugen zu knacken. Gleichzeitig hat das Management bereits signalisiert, dass der Wegfall von Subventionen und der harte Preiskampf im Premium-Segment die Gewinnmargen der EV-Sparte im laufenden Jahr voraussichtlich belasten werden.
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