Xiaomi Aktie: Europa-Ambitionen
Xiaomi sondiert Beteiligung an Stellantis für europäische Autoexpansion, während steigende Kosten und ein Steuerstreit in Indien die Margen belasten. Das EV-Geschäft meldet erste operative Gewinne.

- Verhandlungen über Beteiligung an Stellantis-Europa
- Steigende Speicherpreise drücken Smartphone-Margen
- Erster operativer Gewinn im Elektrofahrzeugsegment
- Aktienrückkäufe im Wert von 3,2 Mrd. HK$
Xiaomi könnte seinen Einstieg in den europäischen Automobilmarkt erheblich beschleunigen — über eine ungewöhnliche Route. Bloomberg berichtet von Gesprächen zwischen Stellantis und dem chinesischen Technologiekonzern über eine Beteiligung an europäischen Geschäftsbereichen, möglicherweise einschließlich eines Anteils an Maserati.
Konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht. Die Verhandlungen könnten scheitern. Für Xiaomi wäre ein solcher Deal jedoch strategisch bedeutsam: Das Unternehmen produziert seine Elektrofahrzeuge bislang ausschließlich in China, während Wettbewerber Xpeng bereits in Graz fertigen lässt. Zugang zu bestehenden Stellantis-Werken würde den Aufbau europäischer Kapazitäten erheblich vereinfachen — und Investitionskosten teilen.
Gegenwind auf mehreren Fronten
Die Gespräche fallen in eine Phase, in der Xiaomi mit mehreren Belastungsfaktoren gleichzeitig umgeht. Speicherpreise sind im laufenden Quartal laut Counterpoint Research um 80 bis 90 Prozent gestiegen. Xiaomi hält die Preise für seine Flaggschiff-Smartphones stabil — das schützt Marktanteile, drückt aber auf die Margen.
Zusätzlich eskaliert ein Steuerstreit in Indien. Die Behörden werfen dem Unternehmen Zollhinterziehung bei Royalty-Zahlungen vor. Eine vorläufige Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte inklusive Strafen und Zinsen auf über 150 Millionen US-Dollar anwachsen; rund 610 Millionen US-Dollar an Unternehmensvermögen sind eingefroren.
Goldman Sachs reagierte mit deutlichen Prognosekorrekturen: Die bereinigten Nettogewinnschätzungen für 2025 bis 2027 sinken um bis zu 24 Prozent, das Kursziel fällt von 47,50 auf 41 Hongkong-Dollar. Als Gründe nennt die Bank steigende Vorleistungskosten und den schrittweisen Abbau staatlicher EV-Subventionen in China.
EV-Sparte mit ersten Gewinnen
Im Elektrofahrzeuggeschäft gibt es hingegen operative Fortschritte. Im dritten Quartal 2025 erzielte die kombinierte EV- und KI-Sparte erstmals einen operativen Quartalsgewinn von 700 Millionen Renminbi. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Fahrzeugauslieferungen an — ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Investoren reagierten auf dieses Ziel verhalten, auch weil ein anhaltender Preiskampf auf Chinas überfülltem EV-Markt die branchenweiten Margen belastet.
Um dem Kursdruck entgegenzuwirken, kaufte Xiaomi allein im vergangenen Monat eigene Aktien im Wert von mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar zurück — der höchste Rückkaufumfang seit über zwei Jahren.
Jahresergebnis am 24. März
Der nächste konkrete Termin ist der 24. März 2026: Dann tritt der Vorstand zusammen, um die vollständigen Jahreszahlen 2025 zu genehmigen. Auf der Tagesordnung steht auch die mögliche Billigung von Xiaomis erster Abschlussdividende seit dem Börsengang. Der Bericht dürfte erstmals ein vollständiges Jahresgewinnbild der EV-Sparte liefern und Klarheit über die Profitabilität des Kerngeschäfts Smartphone schaffen — beides Faktoren, die 30 Analysten im Blick haben, von denen 26 die Aktie aktuell zum Kauf empfehlen.
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