Xiaomi Aktie: Europa-Deal im Visier

Xiaomi verhandelt über eine europäische Produktionspartnerschaft mit Stellantis und legt heute Jahreszahlen vor. Analysten erwarten Gewinn und eine mögliche erste Dividende.

Die Kernpunkte:
  • Strategische Gespräche mit Stellantis über Europa-Einstieg
  • Jahreszahlen und mögliche erste Dividendenankündigung erwartet
  • Goldman Sachs senkt Kursziel bei anhaltendem Margendruck
  • Massive Aktienrückkäufe trotz schwacher Börsenperformance

Am heutigen Dienstag blicken Investoren gebannt auf Xiaomi. Neben der anstehenden Vorlage der Jahreszahlen für 2025 sorgen vor allem Berichte über konkrete Verhandlungen mit dem Automobilriesen Stellantis für Aufsehen. Ein möglicher Einstieg bei Maserati oder die Nutzung europäischer Produktionsstätten könnte die globale Fahrzeugstrategie des Unternehmens grundlegend verändern und den Eintritt in den westlichen Markt massiv beschleunigen.

Strategischer Brückenschlag nach Europa

Bislang fertigt der Konzern seine Elektroautos ausschließlich im chinesischen Heimatmarkt. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg lotet das Management nun strategische Optionen mit Stellantis aus. Zur Debatte stehen Direktinvestitionen in europäische Werke sowie der Erwerb von Anteilen an etablierten Marken. Stellantis selbst bestätigte auf Nachfrage lediglich branchenübliche Gespräche mit verschiedenen Akteuren.

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Für den chinesischen Hersteller wäre eine lokale Produktion in Europa ein logischer Schritt, nachdem die Auslieferungen 2025 mit rund 410.000 Fahrzeugen die eigenen Prognosen deutlich übertrafen. Für das laufende Jahr peilt das Management bereits 550.000 Einheiten an.

Margendruck trifft auf Dividendenhoffnung

Abseits der Expansionsfantasien rückt die fundamentale Entwicklung in den Fokus. Im Rahmen der heutigen Bilanzvorlage erwarten Analysten für das Schlussquartal im Schnitt einen Gewinn von 0,24 CNY je Aktie. Ein zentraler Aspekt des Investor-Calls am Abend wird die mögliche Ankündigung einer erstmaligen Dividende sein. Eine solche Ausschüttung wäre ein starkes Signal der finanziellen Stabilität in einem extrem investitionsintensiven Marktumfeld.

Gleichzeitig trüben steigende Vorleistungskosten das Bild. Im Smartphone-Kerngeschäft kletterten die Speicherpreise zuletzt um bis zu 90 Prozent, während der Konzern die Verkaufspreise stabil hielt. Goldman Sachs reagierte bereits auf diesen Margendruck sowie auf sinkende EV-Subventionen in China und senkte das Kursziel von 47,50 auf 41 Hongkong-Dollar. Die Einstufung beließen die Experten aufgrund des langfristigen Potenzials allerdings auf „Buy“.

Aktienrückkäufe stützen den Kurs

An der Börse spiegelt sich das gemischte fundamentale Bild in einer schwachen Performance wider. Bei einem aktuellen Kurs von 3,65 Euro verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn ein Minus von 18,76 Prozent. Auch das Short-Interest stieg zuletzt merklich auf 7,3 Prozent des Streubesitzes an. Das Management stemmt sich jedoch massiv gegen diesen Trend und investierte allein im vergangenen Monat über 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in Aktienrückkäufe.

Die weitere Kursentwicklung entscheidet sich nun an der Profitabilität der Autosparte im vierten Quartal. Liefert das EV-Segment trotz der gemeldeten Rekordnachfrage keine soliden Margen, dürfte das 52-Wochen-Tief bei 3,44 Euro rasch wieder in den Fokus der Leerverkäufer rücken.

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