Xiaomi Aktie: Indien-Belastung
Xiaomi startet hochpreisige Smartphone-Offensive, sieht sich aber mit einem massiven Steuernachforderungsverfahren in Indien und einem schwierigen Smartphone- und E-Auto-Markt konfrontiert.

- Premium-Smartphones zu Preisen bis 1.500 Euro vorgestellt
- Indien fordert Steuernachzahlung von über 150 Millionen Dollar
- E-Auto-Auslieferungen im Februar halbiert
- Weltweiter Smartphone-Markt bricht stark ein
Xiaomi nutzt den Mobile World Congress in Barcelona für einen Angriff auf das Premiumsegment – doch gleichzeitig droht ein eskalierender Steuerstreit in Indien teuer zu werden. Die Behörden fordern Nachzahlungen, die sich auf über 150 Millionen Dollar summieren könnten. Hinzu kommen schwache Lieferzahlen im E-Auto-Geschäft und ein unter Druck stehender Smartphone-Markt.
Premiumoffensive in Barcelona
Ende Februar präsentierte Xiaomi auf dem Mobile World Congress die neue 17-Serie. Das Basismodell startet in Europa bei 999 Euro, das Ultra-Modell bei 1.499 Euro. Beide Geräte setzen auf Qualcomms neuesten Prozessor. Überraschung der Veranstaltung: das Leica Leitzphone, eine Sonderedition zum 100-jährigen Leica-Jubiläum, entwickelt in Kooperation mit Leicas Optik-Ingenieuren.
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Die Preispositionierung zeigt deutlich: Xiaomi will raus aus der reinen Masse und in den Wettbewerb mit Apple und Samsung. Laut Counterpoint Research ist das Unternehmen bereits seit fünf Jahren die drittgrößte Smartphone-Marke weltweit.
E-Auto-Sparte: Saisonaler Dämpfer
Im Februar lieferte Xiaomi nur rund 20.000 Elektrofahrzeuge aus – weniger als die Hälfte des Januar-Werts von 39.000 Einheiten. Das chinesische Neujahrsfest mit Werksschließungen und Reisewellen drückt die Zahlen regelmäßig. Bedeutsamer: Die erste Generation der SU7-Limousine lief Anfang Februar aus.
Der Fokus liegt nun vollständig auf dem SUV-Modell YU7, das im Januar bereits 97 Prozent der Auslieferungen ausmachte. Die nächste SU7-Generation soll im April starten und erhebliche Verbesserungen beim Fahrassistenzsystem bringen. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Fahrzeugauslieferungen an – nach 411.837 Einheiten im Vorjahr.
Indien: Rechtsstreit spitzt sich zu
Schwerer wiegt der eskalierende Konflikt mit indischen Steuerbehörden. Ein Tribunal entschied im November, dass Xiaomi zwischen 2017 und 2020 Importwerte zu niedrig angesetzt haben soll. Lizenzgebühren an Qualcomm und andere Zulieferer fehlten in der Zollbemessungsgrundlage.
Die Nachforderung beträgt zunächst 72 Millionen Dollar, könnte sich aber auf über 150 Millionen verdoppeln. Zusätzlich sind Vermögenswerte von rund 610 Millionen Dollar eingefroren. Ein Präzedenzfall, der auch andere importierende Konzerne in Indien unter Druck setzen könnte.
Smartphone-Markt unter Druck
Die IDC prognostiziert für 2026 einen Einbruch der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 12,9 Prozent auf 1,12 Milliarden Geräte – der größte jemals gemessene Rückgang. Ursache ist vor allem die angespannte Versorgungslage bei Speicherchips.
Xiaomi trifft das besonders: Im vierten Quartal 2025 sanken die Auslieferungen um 11,4 Prozent auf 37,8 Millionen Einheiten, der Marktanteil fiel auf rund elf Prozent. Der Konzern rutschte global auf Platz drei ab.
Aktienrückkauf und Dividende
Ende Februar kaufte Xiaomi für insgesamt 200 Millionen Hongkong-Dollar eigene Aktien zurück. Am 24. März steht die Bilanzvorlage für 2025 an – zusammen mit einer möglichen Dividendenankündigung. Die Zahlen dürften zeigen, ob die Premiumstrategie erste Margeneffekte bringt und wie stark die Belastungen aus Indien und dem schwachen Smartphone-Markt durchschlagen.
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