Xiaomi Aktie: Lei Jun warnt vor zwei Jahren Speicher-Teuerung
Xiaomi warnt vor langanhaltend höheren Smartphone-Preisen durch teurere Speicherchips. Die Aktie bleibt unter Druck, während das EV-Geschäft wachsen soll.

- Konzernchef warnt vor Chipkostenanstieg
- Smartphone-Marge fällt auf 10,9 Prozent
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 26 Prozent
- EV-Sparte peilt 550.000 Auslieferungen an
Xiaomi schickt seine Kunden auf höhere Preise ein. Konzernchef Lei Jun machte beim 17-Max-Event klar: Smartphones dürften nicht nur kurzfristig teurer werden. Der Grund liegt tief in der Lieferkette. Speicherchips verteuern sich weiter.
Speicher wird zum Margenproblem
Lei Jun warnte, dass die Kosten für Speicherchips noch mindestens zwei weitere Jahre steigen könnten. Wer sein Smartphone jedes Jahr wechselt, solle eher früher kaufen. Das ist ein ungewöhnlich direkter Hinweis vom Konzernchef.
Auch Präsident Lu Weibing zog die Linie weiter. Er erwartet, dass mehrere Premium-Flaggschiffe chinesischer Anbieter noch in diesem Jahr die Marke von 10.000 Yuan überschreiten könnten. Damit würde der Preisdruck im High-End-Segment sichtbar beim Kunden ankommen.
Xiaomi hatte bereits im April Preiserhöhungen für einzelne Modelle angekündigt. Seit März haben viele Smartphone-Modelle in China um 200 bis 400 Yuan zugelegt. OPPO und vivo haben ebenfalls Preise erhöht.
Die Folge: Aus einem Xiaomi-Thema wird ein Branchenthema. Der bisherige Puffer aus Lagerbeständen scheint zu schrumpfen. Damit steigt das Risiko, dass höhere Komponentenpreise stärker auf die Profitabilität drücken.
Aktie bleibt angeschlagen
Die Börse reagiert auf diese Gemengelage weiter kühl. Die Xiaomi-Aktie schloss am Freitag bei 3,32 Euro und legte am Tag leicht um 0,32 Prozent zu. Das ändert wenig am schwachen Bild.
Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 26,16 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten verlor der Titel 45,68 Prozent. Der Kurs liegt damit nur noch knapp über dem jüngsten Tief.
Auch technisch bleibt der Druck sichtbar. Der Schlusskurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 3,50 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt bei 4,44 Euro fehlen rund 25,38 Prozent.
Operativ ist der Konzern stark vom Smartphone-Geschäft abhängig. Das Segment Smartphone & AIoT erzielte 2025 einen Umsatz von 351,2 Milliarden Yuan. Das entsprach knapp 77 Prozent des Gesamtumsatzes.
Genau dort bröckelt die Marge. Die Smartphone-Bruttomarge fiel 2025 von 12,6 auf 10,9 Prozent. Xiaomi nennt niedrigere Subventionen in China, teurere Komponenten und härteren Wettbewerb als Belastungen.
EV-Geschäft rückt nach vorn
Das Produktevent zeigte, dass Xiaomi breiter auftreten will. Neben dem 17 Max präsentierte der Konzern den Band 10 Pro, erste Clip-on-Ohrhörer und den elektrischen SUV YU7 GT. Auch Haushaltsgeräte gehörten zum erwarteten Rahmen.
Für das 17 Max bestätigte Xiaomi eine 8.000-mAh-Batterie und eine 200-MP-Leica-Kamera. Der Verkauf in China startet am 25. Mai.
Der Einstiegspreis liegt nach staatlichen Subventionen bei 4.299 Yuan. Ohne Förderung kostet das Gerät 4.799 Yuan. Xiaomi will die Belastung über effizientere Lieferketten und eigene technische Verbesserungen abfedern.
Am 26. Mai rücken die Quartalszahlen in den Mittelpunkt. Besonders wichtig wird das Autogeschäft: Xiaomi peilt für 2026 insgesamt 550.000 Fahrzeugauslieferungen an. Nach rund 410.000 Einheiten im Vorjahr wäre das ein Zuwachs von etwa 34 Prozent. Gelingt dort starkes Wachstum, bekommt die Aktie ein Gegengewicht zum Druck im Smartphone-Geschäft.
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