Xiaomi Aktie: Modellwechsel mit Risiken

Xiaomis neuer Elektroauto-Bestseller SU7 startet stark, während das bisherige Flaggschiff YU7 an Nachfrage verliert. Das Unternehmen muss die Lücke im Absatz schließen, um sein ambitioniertes Jahresziel zu erreichen.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Elektro-SUV SU7 startet mit starken Bestellzahlen
  • Bisheriges Hauptmodell YU7 verliert deutlich an Dynamik
  • Smartphone-Geschäft bleibt global auf Platz drei
  • Aktie notiert deutlich im Minus auf Jahressicht

Xiaomis Elektroauto-Sparte wächst rasant — aber nicht ohne Schwachstellen. Während der neue SU7 innerhalb weniger Tage über 40.000 verbindliche Bestellungen sammelte, verliert das bisherige Hauptmodell YU7 spürbar an Dynamik. Der Konzern steht damit vor einer klassischen Übergangsproblematik: Ein neuer Bestseller muss einen auslaufenden ersetzen, bevor die Lücke zu groß wird.

YU7 unter Druck, SU7 als Hoffnungsträger

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der YU7, der im Januar noch knapp 38.000 Einheiten verzeichnete, kämpft mit schrumpfenden Auftragsbüchern. Die Wartezeiten sanken von ehemals 33 bis 56 Wochen auf aktuell 7 bis 14 Wochen — ein deutliches Zeichen nachlassender Nachfrage. Goldman-Sachs-Daten aus Anfang März bezifferten die wöchentlichen Gesamtbestellungen bei Xiaomi Auto auf rund 4.000 Einheiten.

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Der neue SU7 soll diese Lücke schließen. Seit dem Start der Auslieferungen am 23. März wurden im März allein über 7.000 Einheiten übergeben. Das Jahresziel von 550.000 Fahrzeugen — nach 411.837 Einheiten im Jahr 2025 — bleibt dennoch ambitioniert.

Um die strukturelle Abhängigkeit von einzelnen Modellen zu reduzieren, plant Xiaomi für 2026 die Einführung von vier bis sechs neuen Fahrzeugen, kombiniert aus rein elektrischen und reichweitenverlängerten Varianten. Zudem holte das Unternehmen im März Kong Yanshuang, ehemalige Generaldirektorin von Tesla China, an Bord — verantwortlich für den Fahrzeugvertrieb.

Smartphone-Geschäft liefert stabiles Fundament

Abseits der Automobilsparte läuft das Kerngeschäft solide. Mit 165,2 Millionen verkauften Smartphones und einem globalen Marktanteil von 13,3 Prozent hält Xiaomi Rang drei weltweit. Im chinesischen Premium-Segment erreichte das Unternehmen einen Rekordanteil von 27,1 Prozent. Die AIoT-Plattform zählt mittlerweile über 1,03 Milliarden verbundene Geräte — ohne Mobilgeräte.

Die Aktie notiert mit einem Minus von rund 34 Prozent auf Jahressicht klar unter Druck und liegt knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Ende Mai legt Xiaomi die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor — dann wird sich zeigen, ob die EV-Sparte ihre 2025 erzielte Profitabilität in einem intensiv umkämpften Markt verteidigen konnte.

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