Xiaomi Aktie: Preise steigen bis zu 13 Prozent

Xiaomi erhöht Smartphone-Preise wegen teurer Speicherchips, die Aktie verliert. Software-Update für 58 Geräte, E-Auto-Sparte liefert stabil aus.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust von 4,1 Prozent
  • Preiserhöhung bis 13 Prozent
  • Speicherchip-Knappheit treibt Kosten
  • E-Auto-Auslieferungen bleiben stabil

Xiaomi erhöht die Preise für seine Smartphones. Der Aktienkurs reagiert mit einem Rückgang. Am Montag verlor das Papier des chinesischen Elektronikkonzerns 4,10 Prozent und fiel auf 3,10 Euro.

Der Grund für die Kursbewegung liegt in China. Dort hat Xiaomi zum 2. August 2026 die Preise für zahlreiche Modelle angehoben. Betroffen sind die Flaggschiff-Serie Xiaomi 17 und die beliebten Redmi-Reihen Turbo 5 und K90. Die Aufschläge liegen bei bis zu 13 Prozent.

Speicherchips werden knapp und teuer

Hinter der Preiserhöhung stecken massiv gestiegene Kosten für Speicherbausteine. RAM und Flash-Speicher sind knapp geworden. Der Grund: Die globale Nachfrage nach KI-Servern verschlingt Kapazitäten, die sonst für gewöhnliche Halbleiterkomponenten reserviert waren.

Sowohl Snapdragon- als auch MediaTek-Modelle wurden teurer. Das deutet auf einen Kostendruck hin, der die gesamte Lieferkette trifft — unabhängig vom Chip-Hersteller. Für Xiaomi stellt sich nun die Frage, ob der Konzern die Mehrkosten voll an Kunden weitergeben kann, ohne Marktanteile zu verlieren.

Software-Update für 58 Geräte

Parallel zur Preisrunde läuft ein umfangreiches Software-Update. Xiaomi startete am Wochenende den Rollout für insgesamt 58 Gerätetypen. Im Zentrum stehen Verbesserungen für die Benutzeroberfläche HyperOS 3.

Das Update behebt konkrete Probleme. Beim Xiaomi 17 Ultra betrifft das den Kamera-Autofokus, beim Xiaomi 17T Pro die Symbolanzeige. Auch das ältere Xiaomi 13 bekommt eine Korrektur für die Akkuanzeige. Der breite Rollout zeigt: Xiaomi will die Software-Stabilität im wachsenden Ökosystem trotz hoher Modellfrequenz sichern.

Elektroauto-Sparte bleibt stabil

Während das Smartphone-Geschäft unter Kostendruck steht, läuft die Elektroauto-Sparte rund. Im Juli 2026 lieferte Xiaomi EV bereits das vierte Mal in Folge mehr als 30.000 Fahrzeuge aus.

Das Jahresziel bleibt trotzdem ambitioniert. Xiaomi will 2026 insgesamt 550.000 Fahrzeuge auslieferen, erreichte im ersten Halbjahr aber erst rund 34 Prozent davon. Der Markt setzt auf das SUV-Modell „SkyNomad“, das im September starten soll und das Volumen in der zweiten Jahreshälfte deutlich steigern könnte.

Chart zeigt keine Panik

Trotz des Tagesverlusts notiert die Aktie noch 6,27 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 2,92 Euro. Der Rücksetzer wirkt damit eher wie eine kurzfristige Korrektur als wie ein Trendbruch. Der RSI liegt bei 52,3 und signalisiert einen neutralen Zustand — weder überkauft noch überverkauft.

Mitte August legt Xiaomi die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vor. Dann zeigt sich, wie stark die Chip-Teuerung die Hardware-Margen belastet hat. Entscheidend wird auch, ob das Dienstleistungsgeschäft rund um HyperOS die höheren Kosten abfedern konnte.

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