Xiaomi Aktie: Quartalszahlen am 26. August

Xiaomi kämpft mit Kursverlusten und startet die Submarke Skynomad für Hybrid-SUVs, während HyperOS 4 im Sommer erscheint.

Die Kernpunkte:
  • Aktie nahe Jahrestief mit 39 Prozent Minus
  • Neue Submarke Skynomad für Hybrid-SUVs
  • HyperOS 4 Update basierend auf Android 17
  • Ehrgeiziges Jahresziel von 550.000 Fahrzeugen

Starke Ambitionen, schwache Kurse. Xiaomi fährt zweigleisig. Das Ziel: den Absturz an der Börse stoppen. Das Management steuert mit neuen Fahrzeugen und frischer Software gegen.

An der Börse herrscht Alarmstufe Rot. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 2,72 Euro. Damit kratzt das Papier direkt am Jahrestief. Seit Januar summiert sich das Minus auf rund 39 Prozent.

Neue Automarke Skynomad

Peking gibt grünes Licht. Das chinesische Industrieministerium erlaubt Xiaomi den Bau von Fahrzeugen mit Reichweitenverlängerer. Bislang fertigte der Konzern ausschließlich reine Elektroautos.

Die neue Submarke trägt den Namen Skynomad. Das erste Modell läuft intern als Kunlun N3. Der vollformatige SUV misst über 5,3 Meter. Die Batterie soll rein elektrische Reichweiten von bis zu 500 Kilometern ermöglichen.

Der Preis ist eine Kampfansage. Xiaomi peilt rund 200.000 Yuan an. Damit unterbietet der Konzern Platzhirsche wie Li Auto deutlich. Deren vergleichbare Modelle kosten meist ab 250.000 Yuan.

Gegenwind im Heimatmarkt

Xiaomi betritt das neue Segment spät. Im Mai brachen die Verkäufe dieser Hybrid-Modelle branchenweit um fast 25 Prozent ein. Das ist der stärkste Rückgang seit fünf Jahren. Selbst Marktführer Li Auto spürt den Druck massiv.

Parallel kämpft Xiaomi mit den eigenen Zielen. In den ersten fünf Monaten lieferte der Konzern gut 150.000 Fahrzeuge aus. Um das Jahresziel von 550.000 Einheiten zu erreichen, muss das Tempo deutlich steigen.

Von Juni bis Dezember sind monatlich rund 57.500 Auslieferungen nötig. Der bisherige Rekord liegt allerdings bei nur 50.000 Fahrzeugen.

Software-Update im Sommer

Abseits der Straßen baut Xiaomi seine Software aus. HyperOS 4 steht in den Startlöchern. Das System basiert auf Android 17. Das Management will die neue Generation bereits im Sommer präsentieren.

Das Entwicklerteam setzt dabei auf einen radikalen Schnitt. Alter Programmcode fliegt komplett raus. Stattdessen nutzt Xiaomi moderne Sprachen wie Rust für die Kernanwendungen. Das soll die Speichersicherheit erhöhen und das Design vereinheitlichen. Im Oktober könnte der weltweite Rollout starten.

Die nächsten Tage bringen erste Antworten. Aktionäre warten auf offizielle Details zur neuen Skynomad-Marke. Zeitgleich legen die Auslieferungszahlen für Juni offen, ob das ehrgeizige Jahresziel im Automobilgeschäft realistisch bleibt.

Am 26. August folgen dann die Quartalszahlen. Die Erwartungen sind tief gestapelt. Goldman Sachs rechnet für das zweite Jahresviertel mit einem Gewinneinbruch von 50 Prozent.

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