Xiaomi Aktie: Rekordtempo und Margensorgen
Xiaomi meldet erstmals operativen Gewinn in der Elektroauto-Sparte und starke Bestellungen für den SU7. Der Aktienkurs leidet jedoch unter Skepsis gegenüber der künftigen Profitabilität im harten Wettbewerb.

- Elektroauto-Sparte erstmals operativ profitabel
- 40.000 Festbestellungen für neues SU7-Modell
- Aktienkurs deutlich unter Vorjahreshoch
- Margen durch Preiskampf unter Druck
Während Mitgründer Lin Bin mit einem privaten Milliarden-Investment bei den Miami Dolphins für sportliche Schlagzeilen sorgt, liefert das Kerngeschäft handfeste Rekorde. Die Elektroauto-Sparte verzeichnete 2025 erstmals einen operativen Gewinn und meldet aktuell 40.000 Festbestellungen für den neuen SU7. Dennoch notiert das Papier fast die Hälfte unter seinem Vorjahreshoch, da der Blick auf die künftige Profitabilität die anfängliche Euphorie bremst.
SU7-Auslieferungen auf Rekordniveau
CEO Lei Jun nutzte einen mehrstündigen Livestream, um das Erreichen von 40.000 Festbestellungen für die überarbeitete SU7-Limousine zu verkünden. Die Auslieferung startete im März in Rekordzeit. Im Schnitt übergibt der Konzern derzeit fast 800 Fahrzeuge pro Tag.
Diese Dynamik knüpft an ein starkes Geschäftsjahr 2025 an. Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Konzernumsatz: 457,3 Milliarden Yuan (+25 Prozent)
* Bereinigter Nettogewinn: 39,2 Milliarden Yuan (+43,8 Prozent)
* EV-Umsatz: 106,1 Milliarden Yuan (+223,8 Prozent)
* EV-Betriebsgewinn: 900 Millionen Yuan (erstmalig profitabel)
Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management nun 550.000 ausgelieferte Fahrzeuge an. Um dieses Volumen zu erreichen, plant Xiaomi Auto die zeitnahe Einführung von vier bis sechs neuen Modellen. Das Angebot soll Limousinen und SUVs mit reinen Elektro- sowie Hybridantrieben umfassen.
Wachstumspläne treffen auf Preisdruck
Allerdings zeigen sich abseits des neuen SU7 erste Risse in der Nachfrage. Beim bisherigen Bestseller YU7 fielen die Wartezeiten zuletzt von ehemals bis zu 56 Wochen auf nur noch sieben bis 14 Wochen. Ein schrumpfendes Auftragsbuch bei älteren Modellen zwingt den Konzern zu einem hohen Innovationstempo.
Gleichzeitig dämpft die Führungsetage die Erwartungen an die Profitabilität. Wegfallende Kaufsteuersubventionen und der harte Preiskampf im Premium-Segment dürften verhindern, dass die Automobilmargen 2026 das Vorjahresniveau übertreffen.
Der Kursrückgang von rund 47 Prozent seit dem Hoch bei 6,67 Euro im Juni 2025 spiegelt diese fundamentale Skepsis am Markt wider. Mit der ehrgeizigen Ausweitung der Modellpalette und der breiten Preisspanne von 200.000 bis 550.000 Yuan steuert Xiaomi nun gezielt gegen den zunehmenden Wettbewerbsdruck in China an.
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