Xiaomi Aktie: Rekordumsatz verpufft

Der chinesische Konzern meldet einen historischen Umsatz und operativen Gewinn in der E-Auto-Sparte, während steigende Chipkosten die Profitabilität im Kerngeschäft massiv belasten.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Gewinn in der Elektroauto-Sparte
  • Rekordumsatz, aber sinkende Smartphone-Margen
  • Aktienkurs mit deutlichem Minus seit Jahresbeginn
  • Massive Investitionen in KI und Vernetzung geplant

Der chinesische Technologiekonzern glänzt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 mit einem operativen Gewinn in seiner noch jungen Elektroauto-Sparte und einem historischen Rekordumsatz. Gleichzeitig belasten explodierende Komponentenkosten das Kerngeschäft mit Smartphones massiv. Dieser fundamentale Spagat zwischen neuen Erfolgen und alten Baustellen erklärt die anhaltende Skepsis am Markt.

E-Auto-Sparte überrascht positiv

Im Automobilbereich erreichte das Unternehmen die Gewinnschwelle deutlich schneller als von Beobachtern prognostiziert. Das EV-Segment rund um das Modell SU7 erwirtschaftete 2025 einen operativen Gewinn von 900 Millionen Yuan. Die Auslieferungszahlen stützen diesen Trend: Mit 411.082 übergebenen Fahrzeugen übertraf der Konzern sein eigenes Jahresziel von 350.000 Einheiten klar. Allein im Schlussquartal verdoppelten sich die Auslieferungen im Jahresvergleich auf über 145.000 Stück.

Chipkosten fressen Gewinne auf

Auf Konzernebene kletterte der Jahresumsatz zwar um 25 Prozent auf den Rekordwert von 457,3 Milliarden Yuan. Das vierte Quartal offenbarte allerdings die strukturellen Schwächen im Hardware-Markt. Der bereinigte Nettogewinn brach zum Jahresende um 24 Prozent auf 6,3 Milliarden Yuan ein. Verantwortlich dafür sind drastisch gestiegene Preise für Speicherchips und ein harter Preiskampf in China. Die Bruttomarge im wichtigen Smartphone-Sektor rutschte von 12,0 Prozent im Vorjahr auf nur noch 8,3 Prozent ab. Zudem verfehlte der Konzern mit 165,2 Millionen verkauften Telefonen sein Absatzziel knapp.

Diese schrumpfende Profitabilität im Kerngeschäft spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider. Die Aktie notiert aktuell bei lediglich 3,57 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein klares Minus von rund 20,5 Prozent. Um dem Margendruck im Hardware-Sektor langfristig zu entkommen, steuert das Management nun mit hohen Investitionen gegen. Bis 2030 fließen 200 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung, davon allein 60 Milliarden in Künstliche Intelligenz. Ziel ist die vollständige Vernetzung von Smartphones, Autos und Smart-Home-Geräten, um die weltweit 1,1 Milliarden Nutzer künftig stärker über das eigene Software-Ökosystem zu monetarisieren.

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