Xiaomi Aktie: Rückkäufe unter Druck
Der chinesische Konzern investiert Millionen in Aktienrückkäufe, doch der Kurs fällt auf ein Mehrmonatstief. Eine aggressive Premium-Offensive und Probleme in der Elektromobilität treffen auf eine globale Chip-Krise und rechtliche Auseinandersetzungen in Indien.

- Massives Rückkaufprogramm trotz fallender Aktienkurse
- Premium-Smartphones in schwierigem Marktumfeld vorgestellt
- Globale Chip-Krise belastet Smartphone-Branche stark
- Rechtsstreit in Indien mit hohen finanziellen Risiken
Xiaomi investiert in Millionenhöhe in eigene Aktien – doch der Kurs rutscht trotzdem auf ein Mehrmonatstief. Die aggressive Premium-Offensive mit der Xiaomi-17-Serie trifft auf eine globale Chip-Krise, die den gesamten Smartphone-Markt erschüttert. Gleichzeitig eskaliert der Rechtsstreit in Indien.
Täglich am Markt aktiv
Am 3. März kaufte der chinesische Konzern 3,2 Millionen Klasse-B-Aktien für umgerechnet rund 12,8 Millionen US-Dollar zurück. Das Programm läuft seit Ende Januar und umfasst insgesamt bis zu 321 Millionen Dollar. Allein im Februar hatte Xiaomi bereits über 400 Millionen Dollar für Rückkäufe aufgewendet – der höchste Monatswert seit mehr als zwei Jahren.
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Die Botschaft an den Markt ist klar: Das Management hält die eigenen Aktien für unterbewertet. Doch die Investoren folgen bislang nicht. Die Aktie notiert auf dem tiefsten Stand seit November 2025.
Premium-Offensive im schwierigen Umfeld
Ende Februar präsentierte Xiaomi in Barcelona die neue Flaggschiff-Serie. Das Xiaomi 17 startet bei 999 Euro, das Ultra-Modell bei 1.499 Euro. Die Leica-Sonderedition mit 1 TB Speicher kostet 1.999 Euro – eine direkte Kampfansage an Apple und Samsung im Premium-Segment.
Technisch setzt Xiaomi auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 und eine 200-Megapixel-Telekamera mit mechanischem Zoom. Die Zusammenarbeit mit Leica wurde von einem Lizenzmodell auf eine strategische Co-Creation umgestellt. Am 11. März folgt der Indien-Launch.
Strukturelle Belastungen
Die Produktoffensive kollidiert mit massiven Marktrisiken. IDC prognostiziert für 2026 einen Einbruch der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 12,9 Prozent auf 1,12 Milliarden Geräte – der größte Rückgang in der Branchengeschichte. Ursache ist die Knappheit bei DRAM- und NAND-Chips.
„Chinesische Android-Hersteller leiden am stärksten unter dem Engpass“, erklärte Counterpoint-Analyst Ivan Lam. Steigende Chip-Kosten treiben laut IDC den durchschnittlichen Verkaufspreis um 14 Prozent auf 523 Dollar – in preissensiblen Märkten wie Indien ein erheblicher Nachteil.
Dort verschärft sich zusätzlich der Rechtsstreit mit den Behörden. Die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen Dollar wegen angeblich hinterzogener Zollabgaben könnte sich durch Strafen auf über 150 Millionen verdoppeln. Vermögenswerte von 610 Millionen Dollar bleiben eingefroren.
E-Mobilität mit Fragezeichen
Die EV-Sparte meldete für Februar 20.000 Auslieferungen nach 39.000 im Januar. Xiaomi begründet den Rückgang mit dem chinesischen Neujahrsfest. Für 2026 peilt der Konzern 550.000 Fahrzeuge an – Analysten von Citi Research zeigten sich jedoch skeptisch. Änderungen bei den staatlichen EV-Subventionen könnten die Margen belasten.
Am 24. März legt Xiaomi die Jahreszahlen 2025 vor. In den ersten neun Monaten hatte der Konzern den Umsatz um 32,5 Prozent auf 340 Milliarden Yuan gesteigert, der Gewinn kletterte um 140 Prozent. Entscheidend wird nun der Ausblick – insbesondere zur Chip-Krise und deren Auswirkungen auf die Margen im Smartphone-Geschäft.
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