Xiaomi Aktie: Rückkäufe vs. Margendruck

Xiaomi setzt Aktienrückkäufe fort, während Berichte über gesenkte Smartphone-Ziele und steigende Chippreise den Kurs belasten. Die Quartalszahlen im März und der EV-Start im April sind entscheidend.

Die Kernpunkte:
  • Weitere Rückkäufe von 7 Millionen B-Aktien
  • Berichte über gesenkte Smartphone-Ziele für 2026
  • Starker Preisanstieg bei Speicherchips belastet Margen
  • Erwartungen fokussieren sich auf Quartalszahlen und EV-Start

Xiaomi setzt seine Aktienrückkäufe in großem Stil fort, während gleichzeitig Berichte über deutlich reduzierte Smartphone-Ziele für 2026 die Stimmung eintrüben. Der Kurs liegt heute im Bereich von 35,20 bis 36,00 HKD und hat seit Jahresbeginn mehr als 5 % verloren. Im Mittelpunkt steht damit die Frage: Können die Rückkäufe den Druck aus dem schwächeren Smartphone-Geschäft kurzfristig abfedern?

Die Fakten im Überblick

  • Rückkauf weiterer 7 Mio. B-Aktien am 21. Januar, gemeldet heute
  • Investitionsvolumen dieser Tranche: rund 248 Mio. HKD
  • Kaufkurse: 35,22 bis 35,48 HKD
  • Bisher insgesamt rund 201 Mio. zurückgekaufte Aktien seit Beschluss
  • Marktberichte über mögliche Senkung der Smartphone-Auslieferungsziele 2026 um bis zu 20 %
  • Belastungsfaktor: stark gestiegene Speicherchip-Preise (DRAM, NAND)

Aggressive Aktienrückkäufe als Signal

Xiaomi hat gestern weitere 7 Millionen B-Aktien zurückgekauft und dies heute per Pflichtmitteilung bestätigt. Das Volumen dieser Tranche lag bei rund 248 Millionen HKD, die Käufe erfolgten in einer engen Spanne knapp über 35 HKD je Aktie.

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Bereits an den Vortagen hatte der Konzern Pakete von 5,5 Millionen und 4,0 Millionen Aktien erworben. Insgesamt summiert sich die seit dem Rückkaufbeschluss erworbene Stückzahl damit auf rund 201 Millionen Aktien. Das Management um Gründer Lei Jun unterstreicht damit, dass es die aktuelle Bewertung als deutlich zu niedrig einstuft.

Börsentechnisch wirken die Rückkäufe wie ein Stützungspolster: Sie dämpfen Verkaufsdruck und sollen einen Bruch wichtiger Unterstützungszonen verhindern. Dennoch reicht diese Kurspflege bislang nicht aus, um den seit Jahresbeginn fallenden Trend zu drehen.

Smartphone-Geschäft unter Druck

Gleichzeitig häufen sich belastende Nachrichten aus dem Kerngeschäft. Branchenberichten zufolge senkt Xiaomi intern die Ziele für Smartphone-Auslieferungen 2026 deutlich, ähnlich wie die Wettbewerber OPPO und Vivo.

Hintergrund ist ein globaler „Memory Crunch“: Die Preise für Speicherchips wie DRAM und NAND sind stark gestiegen. Für Hersteller von Massenmarkt-Smartphones bedeutet das spürbaren Margendruck, weil die höheren Komponentenpreise nur begrenzt an Endkunden weitergegeben werden können, ohne die Nachfrage zu schwächen.

Brancheninsider sprechen von möglichen Kürzungen der Auslieferungsziele um bis zu 20 %. Für Xiaomi ist das besonders relevant, da das Smartphone-Geschäft weiterhin die zentrale Cash-Quelle bleibt – trotz der Fortschritte in neuen Bereichen.

EV-Fantasie trifft Hardware-Realität

Parallel meldet die E-Auto-Sparte Xiaomi EV weiterhin positive Signale. Die Vorbestellungen für die nächste SU7-Generation, deren Marktstart für April vorgesehen ist, laufen laut Berichten stabil. Diese Dynamik sorgt grundsätzlich für Wachstumsfantasie im Konzern.

Kurzfristig dominieren jedoch die Sorgen um die Hardware-Margen. Der Titel hat seit Jahresbeginn bereits über 5 % eingebüßt und zeigt sich heute schwächer als der Hang Seng Tech Index. Der Anstieg der Chippreise spielt hier klar gegen Xiaomi, während Halbleiterhersteller profitieren.

In dieser Konstellation fungieren die Rückkäufe als Gegenkraft: Sie sollen den Kurs stabilisieren, während das operative Umfeld im Smartphone-Segment schwieriger wird und die positive Stimmung um das EV-Geschäft teilweise überlagert.

Konkreter Ausblick: Zwei Termine im Fokus

In den kommenden Monaten richten sich die Erwartungen auf zwei zentrale Ereignisse:

  1. Nächste Quartalszahlen im März
    Im Rahmen der für den 23. März erwarteten Zahlen dürfte Xiaomi seine Guidance für 2026 konkretisieren. Dann wird entscheidend sein, ob und in welchem Umfang das Management die kolportierten Kürzungen bei den Auslieferungszielen bestätigt oder relativiert und wie stark der Margendruck im Smartphone-Geschäft tatsächlich ausfällt.

  2. Marktstart der neuen SU7-Generation im April
    Der Launch des neuen SU7-Modells im April kann als operativer Katalysator wirken. Gelingt ein erfolgreicher Start, könnte der Markt den Blick wieder stärker auf das Wachstumspotenzial im EV-Segment lenken und damit den derzeitigen Fokus auf die Belastungen im Smartphone-Bereich teilweise verschieben.

Kurzfristig bleibt die Lage damit zweigeteilt: Steigende Speicherchip-Preise und mögliche Volumenanpassungen im Smartphone-Geschäft belasten, während Xiaomi mit umfangreichen Rückkäufen und der anstehenden EV-Modelloffensive gezielt gegenhält.

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