Xiaomi Aktie: Smartphone-Serie 17T startet am 8. Juni

Xiaomi liefert im Mai erneut 30.000 E-Autos aus, kämpft aber mit Umsatzrückgängen und US-Exportbeschränkungen.

Die Kernpunkte:
  • Erneut 30.000 E-Autos ausgeliefert
  • EV-Sparte mit operativem Milliardenverlust
  • Konzernumsatz sinkt um elf Prozent
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief notiert

30.000 Elektrofahrzeuge im zweiten Monat in Folge — Xiaomi liefert beim EV-Wachstum, kämpft aber an anderen Fronten. Der Kurs an der Hongkonger Börse legte am Montag um 2,43 Prozent zu. Das Gesamtbild ist komplizierter.

Elektroautos wachsen, Kerngeschäft bremst

Die Auslieferungszahlen für Mai bestätigen den Aufwärtstrend. Von Januar bis April 2026 lieferte Xiaomi kumuliert rund 117.500 Fahrzeuge aus — ein Plus von gut 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Jahresziel von 550.000 Einheiten, was einem Zuwachs von etwa 34 Prozent gegenüber 2025 entspräche, bleibt damit im Rahmen des Machbaren.

Parallel dazu erweitert Xiaomi seine Modellpalette. Ende Mai startete der YU7 GT mit 990 PS ab 389.900 Yuan, die Basisversion des YU7 war bereits am 21. Mai zu 233.500 Yuan eingeführt worden. Dazu läuft die Produktion hoch: Die Pekinger Fabrik wurde ausgebaut, ein neuer Standort in Wuhan hat den Betrieb aufgenommen. Die Jahreskapazität soll auf über 600.000 Einheiten steigen.

Verluste und Gegenwind

Das EV-Geschäft kostet. Im ersten Quartal 2026 schrieb die Sparte einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden Yuan. Der Konzernumsatz fiel im gleichen Zeitraum um 11 Prozent auf 99,1 Milliarden Yuan, der bereinigte Nettogewinn brach um 43 Prozent ein. Smartphone-Umsätze sanken um 12,5 Prozent, das IoT-Segment verlor fast ein Viertel seiner Einnahmen.

Hinzu kommt regulatorischer Druck aus Washington. Die USA haben am Montag Exportbeschränkungen für Hochleistungschips verschärft — betroffen sind auch chinesische Konzerne, die über Drittländer Zugang zu KI-Chips suchen. Für Xiaomi, das zunehmend auf KI-gestützte Produkte setzt, ist das ein strukturelles Risiko.

Kurs zwischen Erholung und Jahrestief

An der Frankfurter Börse notiert die Aktie bei rund 3,16 Euro — knapp über dem 52-Wochen-Tief von 3,08 Euro, das erst am 29. Mai markiert wurde. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 30 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 76,8 und signalisiert kurzfristig überkaufte Bedingungen.

Am 8. Juni folgt die nächste Produktoffensive: die Smartphone-Serie 17T mit MediaTek-Chipsätzen und Leica-Kamerasystemen. Ob das den Umsatzdruck im Kerngeschäft lindert, wird die nächste Quartalsmeldung zeigen müssen — die EV-Zahlen allein tragen den Kurs jedenfalls noch nicht.

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