Xiaomi Aktie: Speicherkrise trifft hart

Xiaomi verzeichnet den stärksten Absatzrückgang unter den Top-5-Herstellern, treibt aber Premium- und KI-Strategie voran. Die Aktie notiert auf Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Smartphone-Verkäufe brechen um 19 Prozent ein
  • Preise für Modelle angehoben, Fokus auf Premium-Segment
  • Massive Investitionen in KI und Elektroauto-Geschäft
  • Aktienkurs auf 52-Wochen-Tief, Aktienrückkauf läuft

Starke Verkaufsrekorde im Premium-Segment, ein Elektroauto mit 40.000 Bestellungen, milliardenschwere KI-Pläne — und trotzdem bricht der Absatz ein. Bei Xiaomi klaffen Dynamik und Realität gerade weit auseinander.

Härtester Rückgang unter den Top 5

Im ersten Quartal 2026 verkaufte Xiaomi 33,8 Millionen Smartphones. Das klingt solide — ist aber ein Minus von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Kein anderer der fünf größten Hersteller verlor so viel. Samsung und Apple legten zu, während Xiaomi den stärksten Rückgang der Gruppe einsteckte.

Der Hauptgrund: Mobile DRAM- und NAND-Speicherpreise stiegen im ersten Quartal um rund 90 Prozent. Günstige Einsteiger-Smartphones lassen sich zu diesen Kosten kaum noch profitabel verkaufen. Xiaomi hat deshalb bewusst die Lieferungen älterer Modelle gedrosselt, um Preisaufschläge zu vermeiden. Das drückt die Stückzahlen, verbessert aber die Marge pro Gerät.

Marktanalysten erwarten, dass sich dieser Trend verschärft: Für den weiteren Jahresverlauf prognostizieren sie einen Rückgang von rund 13 Prozent — auch für die Branche insgesamt.

Preise rauf, Segment gewechselt

Am 11. April hob Xiaomi die Preise für ausgewählte Modelle an. Das Redmi K90 Pro Max kostete plötzlich 200 Yuan mehr. Laufende Promotions der Turbo-Serie wurden eingestellt.

Das neue Flaggschiff Xiaomi 17 Ultra — mit 1-Zoll-Leica-Sensor — bricht interne Verkaufsrekorde im Premium-Bereich. Weniger Geräte, höherer Preis pro Stück: Das ist die neue Rechnung. Xiaomi dringt damit in Preisregionen vor, die bisher Apple und Samsung gehörten.

Am 21. April folgt der nächste Hardware-Launch: Der Redmi K90 Max kommt auf den Markt, begleitet von einer neuen Redmi-Laptop-Linie mit Intels Panther-Lake-Prozessor und bis zu 37 Stunden Akkulaufzeit.

KI und Elektroautos als zweite Säule

Parallel baut Xiaomi sein Nicht-Smartphone-Geschäft aus. Das KI-Modell MiMo-V2-Pro hat seit dem Start eine Billion API-Token verarbeitet. Über drei Jahre plant Xiaomi 60 Milliarden RMB in KI-Infrastruktur — allein 2026 fließen 16 Milliarden RMB, davon 70 Prozent in neue Sprachmodelle und KI-Agenten.

Im Elektroauto-Segment läuft es: Die neue SU7-Generation sicherte sich 15.000 Bestellungen in 34 Minuten. Inzwischen sind es über 40.000. Das Jahresziel liegt bei 550.000 Auslieferungen.

Aktie auf Jahrestief

Die Aktie steht heute bei 3,38 Euro — exakt auf dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat der Kurs knapp 25 Prozent verloren, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt rund 29 Prozent. US-Gegenzölle belasten chinesische Tech-Titel seit Anfang April zusätzlich.

Das Management kauft zurück: Mitte April erwarb Xiaomi 10,89 Millionen eigene Aktien für rund 333,85 Millionen HKD. Ein Vertrauenssignal — ob es reicht, zeigt sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen, die das volle Ausmaß der Speicherkrise auf die Margen abbilden werden.

Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:

Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Xiaomi