Xiaomi Aktie: Starke EVs, schwache Börse
Xiaomis Elektroauto SU7 erzielt hohe Bestellzahlen, während die Aktie nahe ihrem Jahrestief notiert. Die Kosten im Smartphone-Geschäft und ein Rückgang beim Vorgängermodell YU7 belasten die Stimmung.

- SU7 sammelt 40.000 Festbestellungen ein
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief
- KI-Modell MiMo ist weltweit führend
- Smartphone-Kosten drücken auf Margen
Xiaomis Elektroauto-Sparte liefert beeindruckende Zahlen — die Aktie honoriert das bislang kaum. Während das überarbeitete Modell SU7 innerhalb von 34 Minuten 15.000 Bestellungen einsammelte und inzwischen über 40.000 Festbestellungen verbucht, notiert das Papier mit einem Minus von rund 23 Prozent seit Jahresanfang nahe seinem 52-Wochen-Tief.
SU7 zieht an, YU7 verliert
Das Facelift des SU7, das am 19. März 2026 vorgestellt wurde, bringt technische Upgrades mit Breitenwirkung: Die 800-Volt-Hochvolt-Architektur ist nun serienmäßig in der gesamten Baureihe verbaut, ebenso LiDAR, 4D-Millimeterwellenradar und Nvidias Thor-U-Rechenplattform. Die Reichweite der Pro-Variante gibt Xiaomi mit 902 Kilometern nach CLTC-Standard an.
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Gleichzeitig verliert das bisherige Hauptmodell YU7 spürbar an Schwung. Die Lieferwartezeiten sanken von ursprünglich 33 bis 56 Wochen auf aktuell 7 bis 14 Wochen — ein klares Zeichen für ein schrumpfendes Auftragsbuch. Als Antwort plant Xiaomi für 2026 die Markteinführung von vier bis sechs neuen Fahrzeugen, die Limousinen und SUVs in verschiedenen Konfigurationen und einem Preisband von 200.000 bis 550.000 Yuan abdecken sollen. Das Jahresziel bleibt bei 550.000 Auslieferungen.
MiMo überrascht mit KI-Reichweite
Abseits der Automobil-Sparte sorgt das KI-Modell MiMo-V2-Pro für Aufmerksamkeit. Laut Nutzungsdaten auf OpenRouter ist es der meistgenutzte KI-Assistent weltweit und verarbeitet wöchentlich 4,79 Billionen Token — dreimal so viele wie das zweitplatzierte Modell, mit einem Wachstum von 46 Prozent gegenüber der Vorwoche. Im Artificial Analysis Intelligence Index rangiert MiMo-V2-Pro auf Platz acht weltweit. Beim Preis liegt es mit einem Dollar pro Million Input-Token deutlich unterhalb vergleichbarer westlicher Modelle.
Kosten belasten das Gesamtbild
An der Börse überwiegen vorerst die Bedenken. Steigende Kosten im Smartphone-Segment und schwache jüngste Quartalszahlen drücken auf die Stimmung — und das dürfte noch einige Quartale anhalten. Ende Mai legt Xiaomi die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Dann zeigt sich, ob die EV-Sparte die 2025 erzielte Profitabilität in einem intensiv umkämpften Markt verteidigen konnte und ob das Auftragsmomentum beim SU7 den YU7-Rückgang tatsächlich kompensiert.
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