Xiaomi Aktie: Xiaomi-18 schlägt Oppo und vivo
Xiaomi übertrifft Oppo und vivo beim Verkaufsstart, doch höhere Chipkosten belasten den Markt und die Aktie.

- Rund 203.000 Xiaomi-18-Aktivierungen in Woche eins
- Xiaomi übertrifft Oppo und vivo zusammen
- Aktivierungen der drei Hersteller sinken deutlich
- HyperOS-4-Verteilung in China ab 15. Oktober geplant
Beim Verkaufsauftakt der neuen Smartphone-Generation in China hat sich Xiaomi an die Spitze des Android-Segments gesetzt. Nach Daten von Digital Chat Station verzeichnete die Xiaomi-18-Reihe in ihrer ersten Verkaufswoche rund 203.000 Geräteaktivierungen. Damit übertraf der Elektronikkonzern die kombinierten Zahlen der heimischen Konkurrenten Oppo und vivo.
Der Erfolg im Premiumsegment fällt in ein herausforderndes Marktumfeld. Zwar entfielen rund 45 Prozent der Verkäufe auf Modelle mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, doch brachen die Aktivierungen im Vergleich zum Vorjahr über alle drei führenden chinesischen Hersteller hinweg um 60 bis 70 Prozent ein.
Als wesentliche Treiber dieser Entwicklung gelten gestiegene Kosten für Prozessoren und Speicherchips, die die Einstiegspreise verteuern und Kunden zu längeren Nutzungszyklen bewegen.
Vor diesem Hintergrund treibt das Management die Weiterentwicklung des eigenen Ökosystems zügig voran, um die Bindung der Nutzerschaft zu festigen. Die Verknüpfung von mobilen Endgeräten, Software und vernetzten Plattformen bleibt das zentrale Differenzierungsmerkmal des Konzerns.
Software-Start und globale Modelloffensive
Für den Heimatmarkt steht die Verteilung der nächsten Betriebssystem-Generation bevor. Die Veröffentlichung der stabilen Version von HyperOS 4 soll in China am 15. Oktober beginnen, wobei zunächst die Xiaomi-17-Modelle sowie das Redmi K100 Pro versorgt werden. Für internationale Märkte liegt hierfür noch kein offizieller Terminplan vor.
Gleichzeitig erweitert das Unternehmen die internationale Hardware-Präsenz. In mehreren Ländern der Eurozone startete das POCO C95 Pro mit einem Einstiegspreis von 199 Euro, während der reguläre Basispreis in den meisten europäischen Märkten bei 219 Euro liegt. In Indien folgt am 7. Oktober die Markteinführung des Redmi 17C 5G, womit der Konzern auch im Volumensegment weiter Druck auf die Wettbewerber ausübt.
Kostendisziplin in der Expansion
Parallel zum Elektronikgeschäft arbeitet Xiaomi an der wirtschaftlichen Absicherung seiner neuen Sparten. Medienberichten zufolge setzt das Unternehmen in der Automobilsparte auf eine Partnerschaft mit dem Zulieferer Harbin Dongan Auto Engine, einer Tochter des Changan-Konzerns. Die dort bezogenen Range-Extender für die Skynomad-Modellreihe kosten 1.100 US-Dollar pro Einheit und basieren auf Benzinmotoren von Mitsubishi.
Der Zukauf standardisierter Antriebskomponenten soll dem Konzern kostspielige Eigenentwicklungen ersparen und die Margen im margensensiblen Fahrzeugbereich stabilisieren.
An der Börse spiegeln sich die operativen Herausforderungen in einer anhaltenden Konsolidierung wider. Die Xiaomi-Aktie beendete den Handel am Freitag bei 2,76 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von 36 Prozent. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die Kostendisziplin in den Wachstumsfeldern ausreicht, um die Margenschwäche des Gesamtmarkts auszugleichen.
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