Xiaomi: MiMo-V2.5-Pro führt globale KI-Rankings

Trotz starker KI-Fortschritte und ambitionierter EV-Ziele fällt die Xiaomi-Aktie auf ein Jahrestief. Analysten bewerten die Strategie unterschiedlich.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erreicht 52-Wochen-Tief
  • KI-Modell MiMo-V2.5-Pro weltweit führend
  • EV-Auslieferungen im ersten Quartal rückläufig
  • Smartphone-Margen durch Chipkosten unter Druck

Starke KI-Neuigkeiten, ambitionierte EV-Pläne, ein milliardenschweres Rückkaufprogramm — und der Kurs fällt trotzdem. Xiaomi präsentierte am Montag beim Investor Day in Peking eine breite Zukunftsstrategie. Der Markt zeigte sich unbeeindruckt.

Die Aktie notiert aktuell auf ihrem 52-Wochen-Tief von 3,27 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 27 Prozent verloren. Bis zum 24. April hatte Xiaomi eigene Aktien für 7,4 Milliarden Hongkong-Dollar zurückgekauft — mehr als im gesamten Vorjahr. Eine nachhaltige Kurswirkung blieb bisher aus.

KI und Chips: Echte Fortschritte

Im KI-Bereich lieferte Xiaomi einen handfesten Beleg für technologischen Fortschritt. Das Sprachmodell MiMo-V2.5-Pro belegt Platz eins unter den globalen Open-Source-Modellen im Artificial Analysis Intelligence Index. Das Modell kommt mit über einer Billion Parametern und einem Kontextfenster von einer Million Token.

Parallel dazu meldete CEO Lei Jun, dass der hauseigene 3-Nanometer-Chip Xring O1 die Marke von einer Million Auslieferungen überschritten hat. Xiaomi zählt damit zu den wenigen Smartphone-Herstellern weltweit, die eigene Hochleistungschips entwickeln. Präsident Lu Weibing plant einen jährlichen Upgrade-Zyklus. Die Chip-Architektur soll schrittweise auf Tablets, Wearables und Elektrofahrzeuge ausgeweitet werden.

Für Forschung und Entwicklung hat Xiaomi 200 Milliarden Yuan über fünf Jahre eingeplant. Davon entfallen über 60 Milliarden Yuan auf KI-Projekte. Die Conversion-Rate zahlender Nutzer für Token-Pläne lag laut Unternehmensangaben bei 35 Prozent.

EV-Geschäft: Ziel unter Druck

Das Elektrofahrzeuggeschäft zeigt ein gemischtes Bild. Kumuliert lieferte Xiaomi Auto in den vergangenen 24 Monaten 655.000 Fahrzeuge aus. Das erste Quartal 2026 war jedoch schwach: rund 79.000 Einheiten — weniger als halb so viele wie im Schlussquartal 2025.

Um das Jahresziel von 550.000 Auslieferungen zu erreichen, muss Xiaomi in den verbleibenden Monaten durchschnittlich mehr als 52.000 Fahrzeuge pro Monat absetzen. Das ist machbar, aber ambitioniert.

Den Einstieg in Europa plant das Unternehmen für die zweite Hälfte 2027. Rechtslenker-Märkte folgen voraussichtlich in der ersten Hälfte 2028.

Smartphone-Margendruck als kurzfristiger Belastungsfaktor

Das Kerngeschäft leidet. Speicherchip-Preise stiegen im ersten Quartal 2026 um bis zu 90 Prozent. Im vierten Quartal 2025 brach der Bruttogewinn im Smartphone-Segment um mehr als 40 Prozent ein.

Das Management reagiert mit Tempo: Das Xiaomi 17T und 17T Pro erscheinen nun im zweiten Quartal 2026 — rund vier Monate früher als üblich. Xiaomi setzt auf höhere Durchschnittspreise, um das Volumen auszugleichen. 2025 lieferte der Konzern rund 13,35 Millionen Premium-Smartphones aus, 24 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Analystenmeinungen sind gespalten. Goldman Sachs bleibt bei „Kaufen“ mit einem Kursziel von 41 Hongkong-Dollar. Citigroup teilt diese Einschätzung. JPMorgan hingegen stuft die Aktie neutral ein und verweist auf den wachsenden Margendruck.

Am 26. Mai verabschiedet der Vorstand die Quartalszahlen für Q1 2026. Die Zahlen werden zeigen, wie tief der Kostendruck ins Ergebnis einschneidet — und ob die Premium-Strategie erste messbare Spuren hinterlässt.

Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:

Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Xiaomi