Xiaomi: Sind die Margen das Problem?

Der chinesische Smartphone Hersteller Xiaomi konnte in dieser Woche die Anleger kurzzeitig begeistern. Denn nach dem eher enttäuschenden Börsengang lieferte man nun durchaus gute Argumente, um endlich an der Börse Fahrt aufnehmen zu können.

So meldete Xiaomi für das zweite Quartal eine Umsatzsteigerung um 68 % auf 6,6 Milliarden Dollar. Aufgrund von Sondererlösen konnte man einen Nettogewinn von 2,1 Milliarden Dollar verzeichnen. Das tröstete etwas darüber hinweg, dass man operativ weiterhin rote Zahlen schrieb.

Aktie sehr volatil

Nach den Zahlen konnte die Aktie zeitweise am Donnerstag um über 7 % steigen. Doch schon zum Wochenschluss war davon nichts mehr übrig, im Gegenteil. Der Wert musste mit einem deutlicheren Abschlag ins Wochenende gehen. Was natürlich die Frage aufwirft, was hier schiefgelaufen ist.

Xiaomi mit schwachen Margen

Es dürften wohl die Detailzahlen gewesen sein. Denn bislang konnte Xiaomi beim Versuch, sich als Technologiekonzern deutlich breiter aufzustellen, wenig vorweisen. Immer noch machen Smartphones rund 70 % des Gesamtumsatzes aus. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn dieser Geschäftsbereich auch hohe Margen produzieren würde. Doch hier scheint derzeit wenig zu holen. Aktuell liegen leider nur Zahlen zum letzten Jahr vor. Damals wies Xiaomi eine Marge im Smartphone-Bereich von nur 8,8 % aus. Zum Vergleich: Bei Apples Top-Modellen lag die Marge bei rund 60 %.

Es ist Geduld gefragt

Das muss man als ganz klare Bremse für den Aktienkurs bewerten. Und so sind auch die aktuellen Gewinnmitnahmen nach dem gestrigen Ansturm zu erklären. Für die – eigentlich noch nicht sehr aussagefähige – Charttechnik bedeutet dies, dass Xiaomi weiter auf eine Trendwende warten muss.

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