XPeng Aktie: 100.000 Auslieferungen im Q2 angepeilt

Trotz gesunkener Q1-Umsätze überzeugt XPeng mit optimistischer Prognose für das zweite Quartal und neuen Modellen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt um über sechs Prozent
  • Q2-Ausblick verspricht deutliches Wachstum
  • Neue SUV-Modellreihe GX gestartet
  • Strategische Projekte bei Robotaxis und KI

32.158 Fahrzeuge im Mai – ein solides Plus von vier Prozent zum Vormonat. Doch die Zahl allein erzählt nicht die ganze Geschichte. Der chinesische Elektroauto-Hersteller XPeng kämpft sich aus einem schwierigen ersten Quartal zurück. Die Aktie reagiert am Dienstag mit einem kräftigen Plus von über sechs Prozent auf 15,74 Euro – und damit auf den höchsten Stand seit Wochen.

Die Euphorie hat einen konkreten Grund: die Prognose für das laufende Quartal.

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Quartalszahlen enttäuschen, Ausblick überrascht

Die Q1-Bilanz fällt durchwachsen aus. Der Umsatz sank auf umgerechnet knapp 1,9 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 17,6 Prozent zum Vorjahr. Positiv: Die Bruttomarge verbesserte sich auf 20,6 Prozent, ein Plus von fünf Prozentpunkten. Die Fahrzeugmarge stieg auf 12,1 Prozent. Unterm Strich blieb ein Nettoverlust von 1,78 Milliarden RMB – keine Katastrophe, aber auch kein Grund zum Feiern.

Der Blick nach vorn ist entscheidend. XPeng erwartet für das zweite Quartal 100.000 bis 106.000 Auslieferungen. Das wäre ein Sprung von bis zu 69 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Auch der Umsatz dürfte kräftig zulegen: 19,6 bis 20,8 Milliarden RMB – deutlich mehr als zuletzt.

Neue Modelle als Treiber

Das Management setzt auf frische Ware. Der XPeng GX, ein technologisch ambitioniertes SUV, startete im Mai. Vier weitere Modelle sollen 2026 folgen. Parallel treibt der Konzern die Entwicklung eigener Fahrassistenzsysteme und des Betriebssystems voran – inhouse, voll integriert.

Hinzu kommen strategische Langfristprojekte: Robotaxis und humanoide Roboter. XPeng will Physical AI zur Massentauglichkeit führen. Ein ambitioniertes Ziel, das Investoren derzeit mit Vorschusslorbeeren belohnen.

Der Kurs notiert noch 35 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 24,30 Euro. Das jüngste Tief lag Mitte Mai bei 12,88 Euro – der Erholungsspielraum ist beträchtlich. Der RSI von knapp 72 signalisiert zwar kurzfristige Überhitzung. Entscheidend wird sein, ob XPeng die Q2-Prognose nicht nur erreicht, sondern übertrifft. Die nächsten Monatszahlen werden zeigen, ob der Aufwärtstrend trägt.

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