XPeng Aktie: 103.295 Fahrzeuge im Q2 ausgeliefert
XPeng legt am 24. August Q2-Zahlen vor. Trotz Kursrücksetzer stützen Rekordauslieferungen und das Wachstum des Premium-SUV GX die Erwartungen.

- Quartalsbericht am 24. August
- Auslieferungen steigen um 64,8 Prozent
- BlackRock reduziert, Institutionen halten
- Aktie erholt sich vom 52-Wochen-Tief
XPeng steht vor einer entscheidenden Woche. Am Montag, dem 24. August 2026, legt der chinesische Elektroauto-Hersteller vor US-Marktöffnung seine unauditierten Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Die Aktie zeigt bereits jetzt erste Lebenszeichen.
Am Donnerstag legte das Papier um 2,1 Prozent auf 10,44 Euro zu. Erst vor einer Woche, am 13. August, markierte die Aktie mit 9,99 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Vom Rekordhoch aus dem November 2025 bei 24,40 Euro bleibt XPeng dennoch weit entfernt.
Institutionelle Anleger rotieren, verkaufen aber nicht komplett
Unter Großinvestoren herrscht derzeit Bewegung. Aktuelle Daten vom 18. August zeigen: BlackRock hat seine Position reduziert. Unter den institutionellen Meldepflichtigen standen zuletzt 168 Verkäufer 127 Käufern gegenüber.
Trotzdem ist die Gesamtzahl der von Institutionen gehaltenen American Depositary Shares gestiegen. Sie kletterte auf rund 128,2 Millionen ADS, ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber Ende März. Das deutet eher auf eine Umschichtung des Kapitals hin als auf einen breiten Ausstieg der großen Adressen vor dem Quartalsbericht.
Die Lieferzahlen liefern den eigentlichen Grund für Optimismus
Der Kursrücksetzer der vergangenen Wochen steht im Kontrast zu einer soliden operativen Entwicklung. XPeng lieferte im zweiten Quartal 103.295 Fahrzeuge aus und traf damit die eigene Prognose von 100.000 bis 106.000 Einheiten. Gegenüber dem ersten Quartal mit 62.682 ausgelieferten Fahrzeugen entspricht das einem Sprung von 64,8 Prozent.
Treiber dieses Anstiegs war vor allem der GX, das neue Premium-SUV des Unternehmens. Allein im Juni kam das Modell auf 6.739 Auslieferungen. Für den Umsatz im zweiten Quartal hatte das Management eine Spanne von 19,60 bis 20,80 Milliarden Yuan angepeilt. Erreicht XPeng das obere Ende, entspricht das einem Wachstum von rund 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Frage nach der Profitabilität bleibt der Knackpunkt. Im ersten Quartal 2026 hielt XPeng eine Bruttomarge von 20,6 Prozent, gestützt durch die „Physical AI“-Strategie und Lizenzeinnahmen aus der Technologie. Ob der Absatzschub im zweiten Quartal, getragen von höherpreisigen Modellen wie dem GX, diese Marge weiter verbessert hat, zeigen die Zahlen am Montag.
Charttechnisch noch kein klares Signal
Aktuell notiert die Aktie 6,7 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 11,19 Euro. Der Relative-Stärke-Index von 44,2 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Zustand. Die annualisierte Volatilität von 39 Prozent auf Sicht von 30 Tagen zeigt, dass der Markt vor dem Bericht mit größeren Kursausschlägen rechnet.
Der Quartalsbericht am 24. August wird zeigen, ob die starken Auslieferungszahlen tatsächlich in Umsatz und Marge münden. Bestätigt sich die Prognose am oberen Ende, hätte XPeng einen ersten konkreten Beleg dafür, dass der operative Aufschwung auch finanziell ankommt.
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