XPeng Aktie: 20 Prozent Kapitalerhöhung zur Abstimmung

XPeng-Aktionäre stimmen über mögliche 20-prozentige Kapitalerhöhung ab. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief, während das Unternehmen auf Exporte und Robotik setzt.

Die Kernpunkte:
  • Abstimmung über Kapitalerhöhung im Juni
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief
  • Exportwachstum als Hoffnungsträger
  • Hohe Verluste durch Zukunftsprojekte

XPeng steht vor einer kritischen Weichenstellung. In zehn Tagen stimmt die Hauptversammlung über eine massive Kapitalmaßnahme ab. Das Management fordert weitreichende Vollmachten. Für Aktionäre bedeutet das ein erhebliches Risiko.

Konkret geht es um die Ausgabe neuer A-Aktien. Der Vorstand will den Spielraum, das Grundkapital um bis zu 20 Prozent zu erhöhen. Das bringt finanzielle Flexibilität für künftige Projekte. Bestehende Anteile würden dadurch aber stark verwässert.

Die Aussicht auf neue Papiere drückt die Stimmung. Die Aktie notiert aktuell bei 12,52 Euro. Damit liegt der Kurs nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 12,16 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf gut 28 Prozent.

Starker Ausblick trifft auf schwache Zahlen

Operativ zeigt sich ein gemischtes Bild. Das erste Quartal verlief enttäuschend. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um knapp 18 Prozent auf 13 Milliarden Renminbi. Auch die Auslieferungen brachen um ein Drittel ein.

Die Bruttomarge stieg hingegen auf 20,6 Prozent. Für das zweite Quartal gibt sich das Management deutlich optimistischer. XPeng peilt nun bis zu 106.000 ausgelieferte Fahrzeuge an. Ein Treiber dafür ist das Auslandsgeschäft.

Exporte machten im ersten Quartal bereits ein Fünftel des Umsatzes aus. Im April sprangen die Ausfuhren um 62 Prozent nach oben. Das Unternehmen verringert so seine Abhängigkeit vom hart umkämpften chinesischen Heimatmarkt.

Teure Wetten auf die Zukunft

Parallel dazu treibt XPeng teure Zukunftsprojekte voran. Der Konzern will humanoide Roboter in Serie fertigen. CEO He Xiaopeng übernimmt persönlich die Leitung dieser Sparte. Die Technologie steht laut Unternehmen kurz vor der Kommerzialisierung.

Auch bei autonomen Fahrzeugen drückt XPeng aufs Tempo. Erste Robotaxis der Stufe 4 testen bereits auf öffentlichen Straßen. Bis Anfang 2027 plant der Autobauer den Start von komplett fahrerlosen Modellen.

Diese Ambitionen kosten viel Geld. Die Folge: Analysten rechnen mit höheren Verlusten. Der erwartete Fehlbetrag für 2026 stieg zuletzt auf 1,27 Renminbi je Aktie.

Die Meinungen am Markt gehen daher weit auseinander. Die Bank of America hob ihr Kursziel kürzlich auf 25 US-Dollar an. Sie lobt vor allem das rasante Exportwachstum. Andere Experten senkten hingegen ihre Prognosen wegen der hohen Ausgaben. Am 26. Juni müssen die Aktionäre nun entscheiden. Stimmen sie der Kapitalmaßnahme zu, sichert sich XPeng wichtige Mittel für seine riskante Expansion.

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