XPeng Aktie: 50.000 Bestellungen für Mona M03

Trotz Kursverlusten treibt XPeng die internationale Expansion voran. Partnerschaften mit VW und Porsche sowie neue Märkte stärken die Wachstumsstory, während Anleger gespalten bleiben.

Die Kernpunkte:
  • Aktie nahe Jahrestief, 58% unter Hoch
  • Start in Australien, starke Frankreich-Zahlen
  • 100.000stes VW-Fahrzeug mit XPeng-Technik
  • Quartalszahlen am 24. August erwartet

XPeng steckt mitten in einer Phase widersprüchlicher Signale. Während die Aktie tief unter ihrem November-Hoch notiert und institutionelle Anleger uneinheitlich agieren, treibt das Unternehmen seine globale Expansion mit bemerkenswertem Tempo voran. Für mich ist genau dieser Kontrast die eigentliche Geschichte hinter den Kurszahlen.

Expansion als Gegengewicht zur Kursschwäche

Der Blick auf die Handelsdaten zeigt Ernüchterung: Mit einem Minus von 43 Prozent seit Jahresbeginn und einem Abstand von 58 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 24,40 Euro liegt die Aktie nahe ihrem Jahrestief. Der jüngste Schlusskurs von 10,22 Euro liegt nur 2,3 Prozent über der Tiefmarke vom 13. August. Wer nur auf den Chart schaut, sieht eine Aktie im Abwärtstrend.

Doch operativ passiert einiges, das diese Schwäche nicht ganz erklärt. XPeng ist offiziell in Australien mit dem G6-SUV gestartet, hat in Frankreich die Marke von 6.000 kumulierten Auslieferungen überschritten – getragen von der neuen P7+-Limousine und Rekord-Auslandslieferungen von 9.700 Einheiten im Juli.

Für den Philippinen-Markt ist der Start im dritten Quartal 2026 mit Mona L03 und X9 bereits angekündigt. Unterm Strich baut sich hier eine globale Präsenz auf, die der Aktienkurs bislang kaum honoriert.

Besonders bemerkenswert finde ich die Kooperation mit Volkswagen: Das 100.000ste am Standort Hefei produzierte Elektrofahrzeug war ein ID. UNYX 08 – das erste Serienmodell, das gemeinsam mit XPeng entwickelt wurde und XPengs Turing-KI-Chips samt VLA-2.0-Fahrassistenzsystem nutzt. Das ist mehr als eine Randnotiz. Es zeigt, dass XPengs Technologie inzwischen bei einem der größten westlichen Autobauer landet – ein Vertrauensbeweis, den man nicht unterschätzen sollte.

Auch die Ankündigung von Porsche, aus dem VW-Emissionspool auszutreten und stattdessen mit XPeng einen eigenen CO2-Pool für 2026/2027 zu bilden, passt in dieses Bild wachsender industrieller Verflechtung.

Gespaltene institutionelle Anleger

Die Kapitalflüsse zeichnen ein durchwachsenes Bild. Citadel Advisors hat seine Position auf 4.036.718 ADS verdreifacht, Susquehanna International Group ist um 101,8 Prozent auf 3.671.997 ADS gewachsen – deutliche Zeichen von Vertrauen.

Gleichzeitig hat BlackRock seinen Bestand um 24 Prozent reduziert, im Rahmen einer breiteren Rotation aus chinesischen E-Auto-Werten, und der Hedgefonds Perseverance Asset Management hat seine gesamte US-Position komplett liquidiert. Für mich spricht diese Gemengelage weniger für ein klares Signal als für eine Branche, in der die Meinungen aktuell weit auseinandergehen.

Auf Analystenebene bleibt das Bild ähnlich gespalten: Morgan Stanley bekräftigte Anfang August seine Kaufempfehlung mit Kursziel von 96 Hongkong-Dollar, während Barclays bereits im Juli sein Kursziel auf 15 US-Dollar senkte und bei „Underweight“ blieb. Diese Spannbreite unterstreicht, wie unterschiedlich die langfristigen Wachstumschancen gegenüber den kurzfristigen Margendruck-Risiken gewichtet werden.

Der Blick nach vorn: 24. August als Prüfstein

Die kommenden Quartalszahlen am 24. August dürften zeigen, ob das operative Momentum – getrieben durch die kräftig gestiegenen Auslieferungszahlen im zweiten Quartal – sich in den Bilanzkennzahlen niederschlägt.

Für den 27. August ist zudem der offizielle Launch-Event des Mona M03 (L03) angesetzt, nachdem bereits mehr als 50.000 nicht stornierbare Bestellungen vorliegen. Das kompakte Elektro-Coupé könnte zum nächsten Volumentreiber werden, sofern die Lieferengpässe, die im Juli noch für einen Rückgang der Auslieferungen gesorgt hatten, überwunden sind.

Charttechnisch bleibt die Lage fragil: Der RSI von 39,9 signalisiert keine Überverkauftheit, aber auch keine Erholungsdynamik, und der Kurs notiert klar unter allen gleitenden Durchschnitten. Für mich überwiegt derzeit die Ambivalenz. Die internationale Expansion und die Partnerschaften mit etablierten Autobauern sprechen für strukturelles Potenzial, das der Markt bislang nicht einpreist.

Der massive Kursabschlag gegenüber dem Jahreshoch und die Unsicherheit rund um Margen und Lieferketten erinnern aber daran, dass Wachstum bei XPeng nach wie vor teuer erkauft wird. Wer auf die globale Story setzt, muss diese Volatilität aushalten können – ein bequemer Wert ist XPeng derzeit sicher nicht.

Anzeige

XPeng-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XPeng-Analyse vom 20. August liefert die Antwort:

Die neusten XPeng-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XPeng-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XPeng: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu XPeng