XPeng Aktie: Barclays senkt auf 15 Dollar

Trotz des ambitionierten L03-Starts in München bleibt Barclays skeptisch und senkt das Kursziel auf 15 Dollar. Die Aktie zeigt sich dennoch erholt.

Die Kernpunkte:
  • Barclays bestätigt Underweight-Rating
  • L03 unterbietet Tesla Model Y preislich
  • Weltweite Auslieferungen im ersten Halbjahr rückläufig
  • Aktie legt auf Wochensicht zu

Während XPeng in München mit dem SUV-Coupé L03 einen der größten Produktstarts der Firmengeschichte feiert, bleibt Barclays bei seiner ablehnenden Haltung zur Aktie. Die Bank bestätigte am 16. Juli 2026 ihr Underweight-Rating und senkte das Kursziel auf 15 US-Dollar. Der Kontrast zwischen Produktoffensive und Analystenskepsis prägt derzeit das Bild des chinesischen Elektroautoherstellers.

Barclays bleibt vorsichtig

Die Einstufung fällt just an dem Tag, an dem XPeng sein bislang ambitioniertestes globales Modell vorstellt. Für Barclays ändert das offenbar wenig an der grundsätzlichen Risikoeinschätzung – das gesenkte Kursziel von 15 US-Dollar signalisiert, dass die Analysten trotz der Expansionsschritte Zurückhaltung walten lassen. Konkrete Begründungen für die Herabstufung liegen nicht vor, der Zeitpunkt fällt jedoch mit einer Phase intensiver Investitionen in neue Modelle, Robotik und Auslandsmärkte zusammen.

L03 soll Tesla in Europa unter Druck setzen

Der L03 feierte am 16. Juli 2026 in München seine Weltpremiere und wird zeitgleich in 64 bis 65 Märkten eingeführt. In Deutschland startet die batterieelektrische Version bei 35.600 Euro, in Frankreich bereits ab 34.990 Euro. Damit unterbietet XPeng den Tesla Model Y in Deutschland um 3.370 Euro, in Norwegen liegt der Abstand nach Unternehmensangaben bei umgerechnet rund 10.400 US-Dollar. Neben der rein elektrischen Variante bietet XPeng mit dem Power X auch eine Reichweitenverlängerung per Verbrennungsmotor (EREV) an, die in Deutschland bei 38.600 Euro beginnt.

Konzernchef He Xiaopeng begründete das duale Antriebskonzept mit den unterschiedlichen Ladeinfrastrukturen in den Zielmärkten. Technisch setzt das Fahrzeug auf firmeneigene Turing-KI-Chips mit bis zu 2.250 TOPS Rechenleistung, die serienmäßig in jeder Ausstattungsvariante verbaut sind – laut XPeng ein Novum für ein chinesisches Massenmarktmodell. Das Design stammt von JuanMa López, dem früheren Ferrari-Designchef. In China verzeichnete das Modell bereits 46.859 Bestellungen innerhalb einer Stunde, in Europa zählt XPeng nach eigenen Angaben mehr als 60.000 Kunden. Für Deutschland rechnet das Unternehmen 2026 mit rund 8.000 verkauften Einheiten, 2027 sollen es 20.000 werden.

Verkaufszahlen zeigen gemischtes Bild

Die operativen Zahlen fallen differenziert aus. Im ersten Halbjahr 2026 kam XPeng weltweit auf 165.977 ausgelieferte Fahrzeuge, ein Rückgang von 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juni allein lieferte das Unternehmen jedoch 40.126 Fahrzeuge aus, ein Plus von 15,9 Prozent im Jahresvergleich – ein Hinweis darauf, dass sich das Geschäft zuletzt wieder beschleunigt. In Europa setzte XPeng im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13.522 Fahrzeuge ab. Das Unternehmen selbst beziffert die weltweiten kumulierten Auslieferungen seit Gründung auf mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge.

Kursreaktion fällt verhalten optimistisch aus

An der Börse hat die Nachrichtenlage der Aktie zuletzt Auftrieb gegeben. Der Kurs schloss am Donnerstag bei 12,30 Euro und legte auf Wochensicht um 7,71 Prozent zu. Von seinem 52-Wochen-Hoch bei 24,40 Euro, erreicht im November 2025, bleibt das Papier mit einem Abstand von 49,59 Prozent aber weit entfernt. Die Diskrepanz zwischen dem laufenden Produktzyklus und der noch verhaltenen Kursentwicklung dürfte Anleger vorerst weiter beschäftigen, zumal Barclays mit seinem Kursziel signalisiert, dass die Erholung aus Sicht der Bank noch nicht als nachhaltig gilt.

Neben dem L03 treibt XPeng parallel weitere Zukunftsprojekte voran: Der humanoide Roboter Iron soll ab 2027 global vermarktet werden, zudem plant das Unternehmen für dieses Jahr die Serienproduktion eines Flugautos mit bereits mehr als 7.000 Vorbestellungen. Ob diese Diversifizierung die skeptische Haltung institutioneller Investoren mittelfristig verändert, bleibt eine der zentralen Fragen für die Aktie in den kommenden Monaten.

Anzeige

XPeng-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XPeng-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:

Die neusten XPeng-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XPeng-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XPeng: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu XPeng