XPeng Aktie: G9L startet im September

XPeng führt G9L und MONA L05 ein, während die Auslieferungsprognose für das dritte Quartal nur geringes Wachstum signalisiert.

Die Kernpunkte:
  • G9L-Marktstart im September vorgesehen
  • MONA L05 folgt im vierten Quartal
  • Drittes Quartal mit flachem Wachstum
  • Auslandsgeschäft erreicht 25 Prozent Umsatzanteil

XPeng bringt im September sein SUV-Modell G9L auf den Markt, das Elektroauto MONA L05 soll im vierten Quartal folgen. Beide Modelle sind Teil einer Offensive, mit der das Unternehmen monatlich 60.000 Verkäufe erreichen will – ein Ziel, das angesichts der zuletzt schwachen Prognose für das dritte Quartal an Bedeutung gewinnt.

Der Aktienkurs steht unter Druck: Am Freitag schloss das Papier bei 9,46 Euro, nur 2,7 Prozent über dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 48 Prozent verloren. Anleger reagieren damit auch auf die Ende August veröffentlichte Prognose für das dritte Quartal, die Auslieferungen von 115.000 bis 121.000 Fahrzeugen vorsieht – nur eine flache bis niedrig einstellige Wachstumsrate im Jahresvergleich.

G9L-Debüt als Testfall für die zweite Jahreshälfte

Das G9L hatte bereits Mitte August in China Premiere gefeiert und ist seither für Vorbestellungen freigeschaltet. Der offizielle Marktstart im September dürfte zeigen, ob XPeng die im dritten Quartal erwartete Stagnation bei den Auslieferungen durchbrechen kann.

Im August selbst lieferte das Unternehmen 39.107 Fahrzeuge aus, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – solide, aber weit entfernt von den Wachstumsraten, die XPeng in früheren Perioden gezeigt hatte.

Die im vierten Quartal geplante Einführung des MONA L05 soll zusätzliches Volumen bringen und das Angebot im wichtigen Einstiegssegment verbreitern. Mit dem kombinierten Absatzziel von 60.000 Fahrzeugen pro Monat für beide Modelle setzt das Unternehmen auf eine breitere Modellpalette, um die im September auslaufende Zurückhaltung der Käufer zu überwinden.

Geschäftszahlen zeigen Fortschritte im Ausland

Im zweiten Quartal 2026 erzielte XPeng einen Umsatz von 19,74 Milliarden Renminbi bei einer Bruttomarge von 20,7 Prozent. Bemerkenswert: Das Auslandsgeschäft steuerte im ersten Halbjahr 2026 bereits 25 Prozent zum Konzernumsatz bei – ein Hinweis darauf, dass XPeng seine internationale Expansion trotz der Schwäche im Heimatmarkt vorantreibt.

Die vor gut einer Woche bekanntgewordene Finanzierungsrunde der Robotik-Sparte, bei der mehr als 900 Millionen US-Dollar eingesammelt wurden und die Einheit mit über 6,3 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, bleibt für Anleger ein Randthema neben dem operativen Kerngeschäft.

Seit Bekanntwerden dieser Nachricht hat die Aktie auf Wochensicht 3,4 Prozent verloren – die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich derzeit klar auf die Auslieferungszahlen und die Aussichten für das dritte Quartal.

Regulatorische Fortschritte als Nebenschauplatz

Abseits der Absatzzahlen erhielt XPeng im August in Guangzhou eine Genehmigung für Testfahrten vernetzter Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer an Bord, beschränkt auf ausgewiesene Teststrecken der Stufen 1 bis 3. Zudem bezifferte das Unternehmen die durch seine bislang 2026 ausgelieferten Elektrofahrzeuge eingesparten Treibhausgasemissionen auf mehr als 3,72 Millionen Tonnen im Vergleich zu Verbrennerfahrzeugen.

Beide Meldungen unterstreichen die technologische und ökologische Positionierung von XPeng, dürften aber kurzfristig weniger kursrelevant sein als die Frage, ob G9L und MONA L05 die Wachstumsdelle im dritten Quartal ausgleichen können.

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