XPeng Aktie: MONA L03 feiert Weltpremiere in München

XPeng präsentiert den neuen SUV MONA L03 in München und investiert Milliarden in KI und autonomes Fahren. Der Einstieg in die humanoide Robotik und die VW-Kooperation sind weitere strategische Schritte.

Die Kernpunkte:
  • Weltpremiere des SUV MONA L03
  • Milliarden-Investitionen in Forschung und Entwicklung
  • Humanoider Roboter IRON in Serie geplant
  • Ausbau der Kooperation mit Volkswagen

Der chinesische Elektroauto-Hersteller XPeng treibt seine internationale Expansionsstrategie massiv voran und setzt dabei auf eine Kombination aus neuen Fahrzeugmodellen, hochleistungsfähiger KI-Technologie und dem Einstieg in die humanoide Robotik. Mit der Weltpremiere des neuen SUV-Modells MONA L03 in München unterstreicht das Unternehmen seine Ambitionen, den globalen Markt über China hinaus zu besetzen. Gleichzeitig intensiviert XPeng die technologische Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie Volkswagen.

Weltpremiere des MONA L03 in München

Am 16. Juli 2026 feierte XPeng die globale Markteinführung des MONA L03 in München. Das als kompakter SUV positionierte Fahrzeug wird zu einem Preisspektrum von 14,38 bis 16,58 Millionen RMB im Vorverkauf angeboten. Der MONA L03 ist das erste Modell des Unternehmens, das gezielt für über 60 internationale Märkte entwickelt wurde. Brian Gu, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von XPeng, und CEO He Xiaopeng erklärten, dass künftig 30 bis 40 Prozent des Absatzes aus dem Ausland stammen sollen, wobei langfristig ein Anteil von 50 Prozent angestrebt wird.

Das Fahrzeug wurde unter der Leitung des ehemaligen Ferrari-Designers JuanMa entworfen und weist einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,228 auf. Technisch bietet der L03 sowohl reine Elektrovarianten mit Reichweiten von 525 bis 625 Kilometern als auch eine Version mit Reichweitenverlängerung (EREV), die eine kombinierte Reichweite von 1.330 Kilometern erreicht. In der Ausstattungsvariante „Ultra SE“ verfügt das Modell über eine Rechenleistung von 1.500 TOPS, während die „Max“-Version 750 TOPS bereitstellt.

Massiver Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsausgaben

Um die Technologieführerschaft im Bereich des autonomen Fahrens und der künstlichen Intelligenz zu sichern, plant XPeng für das Jahr 2026 Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Höhe von fast 15 Milliarden RMB. Dies entspricht etwa 13 bis 14 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes. Laut He Xiaopeng investierte das Unternehmen bereits im Jahr 2025 rund 10 Milliarden RMB in diesen Bereich. Ziel ist es, innerhalb von zwei Jahren ein qualitativ hochwertiges autonomes Fahren der Stufe L4 zu erreichen.

Die Aktie von XPeng reagierte zuletzt stabil auf die Nachrichtenlage und schloss am Freitag bei 11,48 €, was einem Tagesplus von 0,88 % entspricht. Dennoch verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn ein Minus von 34,21 % und notiert aktuell 29,38 % unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 16,26 €. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das am 12. November 2025 bei 24,40 € markiert wurde, beträgt derzeit -52,95 %. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich umgerechnet auf 10,92 Milliarden €.

Vorstoß in die humanoide Robotik und Kooperation mit Volkswagen

Neben dem Kerngeschäft mit Automobilen rückt die Robotik zunehmend in den Fokus der Unternehmensstrategie. He Xiaopeng übernahm persönlich die Leitung der Robotersparte, um die Serienreife des humanoiden Roboters IRON zu beschleunigen. Die Massenproduktion ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Nach Prognosen von Morgan Stanley könnte der Absatz von Robotern in China im Jahr 2026 um 133 % auf 28.000 Einheiten steigen. XPeng plant, diese Roboter ab Anfang 2027 zunächst als Verkaufsberater in den eigenen Geschäften einzusetzen, bevor 2028 der Einzug in private Haushalte folgen soll.

Parallel dazu vertieft XPeng die Kooperation mit Volkswagen. In der zweiten Hälfte des Jahres 2026 soll die Elektro-Sportlimousine ID. Unyx 09 auf den Markt kommen, die auf XPeng-Technologie basiert. Das Fahrzeug wird mit Heckantrieb (230 kW) oder Allradantrieb (370 kW) sowie CATL-Lithium-Eisenphosphat-Batterien ausgestattet sein. Zudem basiert der ebenfalls für 2026 angekündigte SUV ID. Aura T6 auf der gemeinsam entwickelten China Electronic Architecture (CEA). Diese Partnerschaften sind Teil der Strategie, die Entwicklungskosten durch Skaleneffekte und vereinheitlichte Softwareplattformen signifikant zu senken.

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