XRP: 1. Juli endet MiCA-Übergangsfrist

Ripple startet Blockchain-Kreditprotokoll für Institutionen, während der XRP-Kurs auf Jahrestief rutscht und Wale massiv kaufen.

Die Kernpunkte:
  • Neues Kreditprotokoll für institutionelle Akteure
  • XRP-Kurs fällt auf 1,05 US-Dollar
  • Großinvestoren sammeln Rekordmengen an Token
  • MiCA-Frist läuft am 1. Juli ab

Ripple baut sein Netzwerk massiv aus. Das XRP Ledger soll bald institutionelle Kredite abwickeln. Am Markt herrscht trotzdem miese Stimmung. Der Kurs rutscht gefährlich nah an sein Jahrestief.

Kredite direkt auf der Blockchain

Das neue Kreditprotokoll läuft direkt auf der Konsensschicht der Blockchain. Externe Smart Contracts sind überflüssig. Die Vorschläge XLS-65 und XLS-66 ermöglichen Kredite mit festen Laufzeiten und Zinsen.

Ein wichtiges Detail: Die Prüfung der Kreditwürdigkeit passiert abseits der Blockchain. Nur die Abwicklung der Gelder findet on-chain statt. Dieses Modell richtet sich gezielt an institutionelle Akteure. Sie handeln mit Staatsanleihen oder Stablecoins. Das Ziel: Teure Bankkredite durch effiziente Blockchain-Lösungen ersetzen.

Aktuell stimmen 34 Validatoren über das Update ab. Damit es startet, ist eine Zustimmung von 80 Prozent nötig. Diese Quote muss zwei Wochen lang ununterbrochen stehen.

Wale kaufen den Preisverfall

Die fundamentale Entwicklung spiegelt sich im Kurs kaum wider. XRP notiert aktuell bei 1,05 US-Dollar. Das 52-Wochen-Tief bei 1,01 US-Dollar rückt bedrohlich näher.

Seit Jahresbeginn verlor der Token rund 44 Prozent. Der RSI-Wert von 32,2 signalisiert einen stark überverkauften Markt.

Großinvestoren nutzen diese Schwäche offenbar aus. Kürzlich flossen über 25 Millionen XRP von den Kryptobörsen ab. Die Zahl der Wal-Adressen mit mehr als einer Million Token erreichte einen Rekordwert. Diese Großbesitzer kontrollieren nun rund 74 Prozent der gesamten Umlaufmenge.

Sicherheit und reale Nutzung

Abseits der Kreditmärkte schraubt Ripple an der Sicherheit. Ein neuer Vorschlag soll das sogenannte Front-Running auf der dezentralen Börse stoppen. Nutzer zahlen künftig eine Gebühr für eine garantierte Transaktion. Das nimmt böswilligen Akteuren ihren strukturellen Vorteil.

Auch die reale Nutzung wächst. Der australische Broker Caleb & Brown integriert Ripple Payments. Das Unternehmen verwaltet über zwei Milliarden US-Dollar. Durch die Partnerschaft wickelt der Broker Fiat-Auszahlungen deutlich schneller ab. Traditionelle Bankverzögerungen entfallen. Ein klarer Effizienzgewinn.

Der Vorstoß in den Kreditmarkt fällt in eine kritische Phase. Am morgigen 1. Juli endet die Übergangsfrist der europäischen MiCA-Verordnung. Bislang erhielten 244 Unternehmen eine entsprechende Lizenz. Deutschland führt die Liste mit 57 Zulassungen an. Wer ab morgen keine Lizenz besitzt, muss seine Dienste im Europäischen Wirtschaftsraum zwingend einstellen. Das ordnet die Wettbewerbslandschaft für digitale Assets grundlegend neu.

Anzeige

XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 30. Juni liefert die Antwort:

Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu XRP