XRP: 22 Millionen ETF-Zuflüsse, Kurs fällt
Trotz anhaltender Mittelzuflüsse in XRP-ETFs bleibt der Tokenkurs schwach und unter technischen Widerständen.

- 22 Millionen Dollar Zuflüsse in XRP-ETFs
- Kurs liegt 15 Prozent unter Mai-Hoch
- Technische Hürden und Risikoaversion belasten
- Neue Wallets signalisieren steigende Netzaktivität
Spot-ETFs auf XRP ziehen weiter institutionelles Geld an – während Bitcoin- und Ethereum-Fonds Milliardenabflüsse verzeichnen. Doch der Tokenpreis selbst bleibt merkwürdig unbeeindruckt. Eine Divergenz, die Anleger irritiert.
In der vergangenen Woche flossen gut 22 Millionen US-Dollar netto in XRP-ETFs. Seit dem 30. April gab es keinen einzigen Tag mit Abflüssen. Ein laufender Rekord – mitten in einem schwierigen Marktumfeld. Denn parallel dazu verloren Bitcoin-ETFs über 1,25 Milliarden US-Dollar, ihre schwächste Woche seit Januar. Auch Ethereum-Fonds verbuchten 216 Millionen Dollar Abflüsse, ohne einen einzigen positiven Tag seit dem 8. Mai.
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Tokenpreis bleibt unten
XRP selbst hinkt hinterher. Der Kurs liegt aktuell bei 1,36 US-Dollar – rund 15 Prozent unter dem Mai-Hoch bei 1,55 Dollar und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1,68 Dollar. Ein Ausbruch über 1,42 Dollar gelang nicht, stattdessen fiel der Token auf 1,30 Dollar zurück, das tiefste Niveau seit sechs Wochen.
Das zeigt: ETF-Nachfrage allein reicht nicht. Technischer Widerstand und allgemeine Risikoaversion drücken stärker als institutionelles Interesse.
On-Chain-Daten als zweiter Lichtblick
Immerhin: Auf der XRP-Ledger entstanden binnen 24 Stunden 4.300 neue Wallets – der viertgrößte tägliche Anstieg im Jahr 2026. Neue Nutzer bedeuten nicht automatisch höhere Kurse, aber sie signalisieren steigende Netzwerkaktivität. Kombiniert mit den ETF-Zuflüssen ergibt sich ein gespaltenes Bild: Regulierte Anlagevehikel und On-Chain-Nutzung wachsen, der Spotmarkt bleibt schwach.
Bleibt die entscheidende Frage
Können die ETF-Zuflüsse anhalten, während die großen Krypto-Fonds bluten? Für XRP wäre das der entscheidende Test. Zeigt sich ein weiterer Wochengewinn, stärkt das die These, dass Allokatoren XRP als eigenständige Position behandeln – nicht nur als Bitcoin-Begleitwette. Der Chart hat diese These noch nicht bestätigt. XRP muss die Zone zwischen 1,40 und 1,45 Dollar zurückerobern, um aus der Range auszubrechen. Unterhalb von 1,27 Dollar droht der nächste Test des 52-Wochen-Tiefs.
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