XRP: 332.230 Wallets auf Allzeithoch

Großanleger bauen XRP-Bestände aus, während der US-Senat über den regulatorischen Status des Tokens abstimmt.

Die Kernpunkte:
  • Rekordzahl an XRP-Wallet-Adressen
  • Futures-Open-Interest steigt deutlich
  • Starke Zuflüsse bei XRP-ETFs
  • Senatsabstimmung über CLARITY Act

Bei XRP passt die Ruhe im Kurs nicht zur Bewegung unter der Oberfläche. Während der Token bei rund 1,43 US-Dollar handelt, bauen große Adressen ihre Bestände aus, und institutionelle Produkte ziehen frisches Geld an. Im Monatsvergleich liegt XRP leicht im Plus, seit Jahresanfang aber noch rund 23,8 Prozent im Minus. Genau diese Kluft macht die Lage spannend.

Wale sammeln, Derivate ziehen an

Daten von Santiment zeigen ein auffälliges Muster: Wallets mit mindestens 10.000 XRP haben ein neues Allzeithoch erreicht. Am 12. Mai wurden 332.230 solcher Adressen gezählt. Das ist kein kleines Detail, sondern ein Signal für breitere Akkumulation im Netzwerk.

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Wichtig ist dabei die Dauer. Die Zunahme wirkt nicht wie ein kurzer Reflex auf eine einzelne Nachricht, sondern wie eine schrittweise Positionierung größerer Marktteilnehmer. Selbst in schwächeren Marktphasen blieb die Halterstruktur stabil.

Auch am Terminmarkt steigt die Aktivität. Das Open Interest bei XRP-Futures legte im Mai um etwa 23 Prozent auf rund 2,9 Milliarden US-Dollar zu. Mehr offene Kontrakte bedeuten nicht automatisch steigende Kurse, sie zeigen aber: Liquidität und spekulatives Interesse nehmen zu.

ETF-Geld trifft auf Ripple-Infrastruktur

Ein zweiter Treiber kommt über Spot-XRP-ETFs in den USA. Am 11. Mai flossen netto 25,8 Millionen US-Dollar in diese Produkte, der höchste Tageswert seit Januar. Die kumulierten Nettozuflüsse liegen inzwischen bei mehr als 1,35 Milliarden US-Dollar.

Das stärkt die institutionelle Erzählung rund um XRP. Wenn börsengehandelte Produkte kontinuierlich Kapital anziehen, verändert sich die Nachfragebasis. Der Token hängt dann weniger allein an Krypto-Tradern und stärker an regulierten Anlagevehikeln.

Ripple arbeitet parallel an der Infrastruktur für professionelle Kunden. Eine Kreditfazilität über 200 Millionen US-Dollar von Neuberger Specialty Finance soll Ripple Prime unterstützen. Ziel ist mehr Liquidität und ein breiteres Dienstleistungsangebot für institutionelle Marktteilnehmer.

XRPL liefert praktische Anwendungsfälle

Auch das XRP-Ledger zeigt mehr Aktivität. Im Zwölf-Monats-Vergleich stieg die Zahl der Transaktionen um 65 Prozent auf 71 Millionen. Besonders bemerkenswert war ein Pilotprojekt, bei dem JPMorgan, Mastercard und Ondo Finance eine grenzüberschreitende tokenisierte Rücknahme von US-Staatsanleihen in weniger als fünf Sekunden abwickelten.

Der Stablecoin RLUSD gewinnt ebenfalls an Gewicht. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,6 Milliarden US-Dollar zählt er inzwischen zu den 60 größten Kryptowährungen. Für XRP ist das relevant, weil Stablecoins die nutzbare Liquidität im Ökosystem erhöhen können.

Washington wird zum Kurstreiber

Am heutigen Donnerstag richtet sich der Blick auf den Bankenausschuss des US-Senats. Dort steht die Abstimmung über den CLARITY Act an, der XRP rechtlich als Ware einstufen könnte. Prognosemärkte sehen die Chance auf eine Verabschiedung im Jahr 2026 derzeit bei etwa 60 bis 79 Prozent.

Charttechnisch bewegt sich XRP in einem symmetrischen Dreieck. Ein nachhaltiger Sprung über die Zone von 1,48 bis 1,50 US-Dollar könnte technische Ziele bei 1,60 bis 1,80 US-Dollar öffnen. Die wichtigste Unterstützung liegt im Bereich von 1,40 bis 1,42 US-Dollar.

Der heutige Senatstermin ist deshalb mehr als ein politischer Randpunkt. Eine klarere Einstufung würde ETF-Nachfrage, Derivate-Liquidität und reale XRPL-Nutzung in dieselbe Richtung schieben. Ohne diesen Rückenwind bleibt XRP trotz Akkumulation vor allem ein Chartwert knapp unter dem nächsten Ausbruchsniveau.

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