XRP: 67,6 Millionen Zuflüsse am 18. Mai

XRP verzeichnet trotz fallender Kurse hohe Zuflüsse in Anlageprodukte, während Bitcoin und Ethereum Milliardenabflüsse erleiden.

Die Kernpunkte:
  • XRP-Kurs fällt auf 1,38 Dollar
  • 67,6 Mio. Dollar Zuflüsse in XRP-Produkte
  • Bitcoin und Ethereum mit Milliardenabflüssen
  • JP Morgan testet XRP Ledger für Zahlungen

Bei XRP laufen Kursbild und Kapitalströme derzeit in unterschiedliche Richtungen. Der Token gibt nach, während institutionelle Produkte frisches Geld anziehen. Das sticht heraus, weil Bitcoin und Ethereum im selben Marktumfeld massive Abflüsse erleben. Kein Wunder, dass die Divergenz die Debatte über XRP neu anheizt.

Aktuell liegt XRP bei 1,38 Dollar. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 6,54 Prozent, seit Jahresanfang sogar von 26,46 Prozent. Der Kurs bleibt damit angeschlagen.

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Auch technisch wirkt das Bild gedämpft. XRP notiert knapp unter dem kurzfristigen Durchschnitt von 1,39 Dollar. Der langfristige Durchschnitt liegt mit 1,71 Dollar deutlich höher.

Kapital fließt gegen den Trend

Am 18. Mai verlor XRP innerhalb eines Tages rund 3 Prozent. Verkaufsdruck kam vor allem von großen Haltern, die den Markt zeitweise deutlich belasteten.

Die Handelsspanne zeigt den Druck klar. Vom Tageshoch bei 1,426 Dollar fiel der Token bis auf 1,369 Dollar. Vor allem späte Volumenspitzen deuteten auf aktive Verkäufe größerer Adressen hin.

Auf der Produktseite sieht das Bild anders aus. CoinShares meldete für die Woche bis 18. Mai Nettozuflüsse von 67,6 Millionen Dollar in XRP-Anlageprodukte. Der gesamte Kryptomarkt verlor dagegen 1,07 Milliarden Dollar.

Besonders hart traf es die beiden Schwergewichte. Bitcoin-Produkte verzeichneten Abflüsse von 982 Millionen Dollar, Ethereum-Produkte verloren 249 Millionen Dollar. Als Treiber gelten geopolitische Spannungen und Mittelabzüge aus US-Spot-ETFs.

Netzwerkdaten stützen das Bild

Auch auf der Blockchain zieht die Aktivität an. Die Zahl aktiver Adressen stieg auf 48.453. Neu erstellt wurden 3.317 Wallets, ein Hoch für die vergangenen sieben Wochen.

Die starke Rolle großer Halter bleibt ein zweischneidiges Signal. Die Whale-Konzentration liegt bei 68,5 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit 2018.

Seit Februar 2025 sind außerdem mehr als drei Milliarden XRP von Kryptobörsen abgeflossen. Das spricht eher für Verwahrung abseits der Handelsplätze als für kurzfristige Verkaufsabsicht.

Marken rücken näher

Charttechnisch liegt die nächste wichtige Zone zwischen 1,27 und 1,34 Dollar. Verliert XRP den jüngsten Tiefbereich, rückt ein Test nahe 1,35 Dollar näher.

Auf der Oberseite bremsen zunächst 1,385 Dollar und 1,400 Dollar. Erst oberhalb dieser Marken würde der kurzfristige Druck spürbar nachlassen.

Abseits des Charts bleibt die Infrastruktur-Story intakt. JP Morgan testet das XRP Ledger für grenzüberschreitende Zahlungen und die Abwicklung von Schatzanweisungen. Das hält die institutionelle Fantasie am Leben.

Goldman Sachs verkaufte im ersten Quartal 2026 direkte Positionen in XRP-ETFs im Wert von 154 Millionen Dollar. US-Spot-XRP-ETFs sammelten im April und Mai dennoch weiter Geld ein.

Allein der Franklin XRP ETF meldete am 18. Mai Nettozuflüsse von mehr als 750.000 Dollar. Kurzfristig ist damit der Rahmen eng: Unter 1,34 Dollar nimmt der Druck zu, über 1,40 Dollar würde sich das technische Bild entspannen.

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