XRP: 7,55 Prozent auf neues 52-Wochen-Tief

XRP fällt auf 1,11 US-Dollar, während der CLARITY Act im Senat auf Zustimmung wartet. Institutionelle Anleger kaufen trotz Kursschwäche massiv über ETFs zu.

Die Kernpunkte:
  • Kurs rutscht auf neues 52-Wochen-Tief
  • CLARITY Act erreicht den US-Senat
  • Institutionelle ETF-Zuflüsse bleiben hoch
  • Short-Squeeze-Risiko bei positiver Abstimmung

Politische Durchbrüche und technologische Meilensteine nützen XRP derzeit wenig. Die Folge: ein massiver Preisverfall. Am Freitag sackte der Kurs um weitere 7,55 Prozent auf 1,11 US-Dollar ab. Damit markiert die Kryptowährung ein neues 52-Wochen-Tief.

Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf gut 40 Prozent. Der Relative-Stärke-Index steht bei extrem niedrigen 19,7. Das signalisiert einen stark überverkauften Markt. Leerverkäufer dominieren das Geschehen. Short-Positionen überwiegen Long-Wetten aktuell im Verhältnis von neun zu eins.

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CLARITY Act erreicht den Senat

Diese Kursschwäche überrascht. Schließlich steht der Token vor einer entscheidenden regulatorischen Weichenstellung. Der CLARITY Act erreichte am 1. Juni offiziell den Kalender des US-Senats. Das Gesetz teilt die Aufsicht über digitale Vermögenswerte neu auf.

Krypto-Assets mit dezentralem Charakter gelten künftig als Rohstoffe. Sie fallen damit unter die Aufsicht der CFTC. Der Entwurf nennt XRP explizit als digitalen Rohstoff. Das würde endgültige Rechtssicherheit schaffen.

Für eine Verabschiedung fehlen noch 60 Stimmen im Senat. Das Weiße Haus peilt den 4. Juli als Stichtag für die Unterschrift an. Rutscht der Zeitplan nach hinten, verzögert sich das Gesetz bis in den Herbst.

Institutionelles Geld fließt weiter

Parallel dazu zeigt sich eine bemerkenswerte Diskrepanz. Während der Kurs fällt, kaufen institutionelle Investoren massiv zu. Die sieben US-Spot-ETFs auf XRP verzeichnen kontinuierliche Zuflüsse. Im Mai sammelten die Fonds 131 Millionen US-Dollar ein.

Insgesamt belaufen sich die ETF-Zuflüsse auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Das ist ein starker Kontrast zum restlichen Markt. Bitcoin- und Ethereum-Fonds litten zuletzt unter wochenlangen Abflüssen. XRP-Produkte ziehen indes weiter frisches Kapital an.

Die britische Bank Standard Chartered wagt eine konkrete Prognose. Passiert der CLARITY Act den Senat, rechnen die Analysten mit weiteren Milliardenzuflüssen. Sie taxieren das Potenzial auf vier bis acht Milliarden US-Dollar.

Wall Street nutzt den XRP Ledger

Abseits der Politik liefert Ripple technologische Fakten. Der XRP Ledger dient nun als Rückgrat für ein wegweisendes Wall-Street-Projekt. Ondo Finance wickelte erfolgreich die Rückgabe eines tokenisierten US-Staatsanleihen-Fonds ab.

Der Prozess lief nahezu in Echtzeit über Ländergrenzen hinweg. Beteiligt waren Schwergewichte wie J.P. Morgan und Mastercard. Die Fiat-Abwicklung erfolgte über das Netzwerk von Mastercard. Ripple tauschte die auf dem Ledger ausgegebenen Token ein.

Solche Anwendungsfälle könnten mit gesetzlicher Rückendeckung bald zum Standard werden. Aktuell liegen bereits tokenisierte Vermögenswerte von 3,5 Milliarden US-Dollar auf dem XRP Ledger.

Die kommenden Wochen entscheiden über die Neubewertung des Tokens. Der Fokus liegt komplett auf der Abstimmung im Senat. Bei einer positiven Überraschung droht den massiv positionierten Leerverkäufern ein Short-Squeeze. Ein solches Szenario würde den Kurs explosiv nach oben treiben.

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