XRP: Clarity Act im Senatskalender
US-Senat stimmt über Clarity Act ab, der XRP als digitalen Rohstoff einstufen könnte. Institutionelle Anleger kaufen trotz Kursschwäche massiv zu.

- Clarity Act im Senatskalender
- Rekordzuflüsse bei XRP-ETFs
- Whale-Bestände auf Achtjahreshoch
- RSI signalisiert überverkauften Markt
Während XRP seit Jahresbeginn rund 36 Prozent verloren hat, häufen sich im Hintergrund die Signale, die für eine mögliche Trendwende sprechen. Der US-Senat hat den sogenannten Clarity Act in seinen offiziellen Kalender aufgenommen — ein Gesetz, das die rechtliche Stellung von XRP grundlegend verändern könnte.
Regulatorische Weichenstellung in Washington
Der Clarity Act passierte das Senate Banking Committee am 14. Mai 2026 mit einer Mehrheit von 15 zu 9 Stimmen. Mit der Aufnahme in den Senatskalender am 1. Juni bereitet sich die Kammer nun auf eine finale Abstimmung vor. Das Gesetz zielt darauf ab, XRP und vergleichbare Token rechtlich als digitale Rohstoffe einzustufen — und damit die Aufsicht von der SEC auf die CFTC zu übertragen.
Das hätte weitreichende Konsequenzen. Finanzinstitute, die bislang wegen rechtlicher Unsicherheiten Abstand hielten, bekämen einen klaren Compliance-Pfad. Wall-Street-Banken und grenzüberschreitende Zahlungsdienstleister könnten die Ripple-Technologie ohne juristische Bedenken in ihre Netzwerke integrieren.
Institutionelle Nachfrage auf Rekordniveau
Trotz des schwachen Marktumfelds verzeichneten US-Spot-XRP-ETFs im Mai 2026 Nettozuflüsse von 118 Millionen US-Dollar — das stärkste Monatsergebnis seit ihrer Einführung Ende 2025. Die kumulierten Zuflüsse belaufen sich mittlerweile auf rund 1,4 Milliarden US-Dollar.
Das zeigt: Während spekulatives Kapital abwandert, bauen institutionelle Anleger ihre Positionen in regulierten Produkten weiter aus. Das wachsende Vertrauen in den XRP Ledger spiegelt sich auch auf der Blockchain selbst wider. Whale-Wallets halten aktuell zusammen 45,83 Milliarden XRP — ein Achtjahreshoch. Parallel dazu gab Ripple am 1. Juni planmäßig eine Milliarde XRP aus seinem Escrow-Konto frei, von denen der Großteil üblicherweise unmittelbar wieder in neue Escrow-Verträge fließt.
Kurs unter Druck, RSI im Überverkauft-Bereich
Technisch sieht das Bild angespannt aus. XRP notiert aktuell bei 1,20 US-Dollar — rund 26 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt und nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1,14 Dollar. Der RSI liegt bei 27, was auf einen überverkauften Markt hindeutet.
Der Rutsch unter die psychologische Marke von 1,30 Dollar löste Zwangsliquidierungen von rund 30 Millionen US-Dollar aus und verstärkte den kurzfristigen Verkaufsdruck. Im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum hielt sich XRP zuletzt dennoch relativ besser — die regulatorischen Nachrichten wirkten als Puffer.
Die Senatsentscheidung über den Clarity Act dürfte zum unmittelbaren Kurstest werden. Fällt das Votum positiv aus, könnte das den Weg für institutionelle Integration freimachen — und die Akkumulation der Großinvestoren würde im Nachhinein wie ein früher Einstieg aussehen.
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