XRP: Gesetz verzögert, Ökosystem gespalten

Die Verabschiedung des US-Kryptogesetzes verzögert sich bis Mai, während interne Kritik an Ripples Einflussnahme und ein Rückgang der Netzwerkaktivität den Druck auf XRP erhöhen.

Die Kernpunkte:
  • US-Gesetzgebungsprozess verzögert sich bis mindestens Mai
  • Kritik von Cardano-Gründer an Ripples Lobbyarbeit
  • Starker Rückgang der Transaktionsgebühren im XRP-Netzwerk
  • XRP verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert

Ripple-CEO Brad Garlinghouse räumte am Freitag ein, dass der Digital Asset Market Clarity Act die ursprünglich für April geplante Frist nicht einhalten wird. Eine Verabschiedung erwartet er nun frühestens Ende Mai. Die Verhandlungen im US-Senat stocken — und gleichzeitig wächst der Widerstand aus den eigenen Reihen der Krypto-Branche.

Streit um Sonderbehandlung

Cardano-Gründer Charles Hoskinson erhob gestern schwere Vorwürfe gegen Ripple. Er behauptet, das Unternehmen versuche den CLARITY Act so zu gestalten, dass neue Blockchain-Projekte automatisch als Wertpapiere eingestuft würden — während XRP eine regulatorische Sonderstellung erhielte. Zudem warnte Hoskinson vor einer potenziell unbegrenzten Haftung für Open-Source-Entwickler unter dem neuen Gesetz.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?

Ripple selbst betont unterdessen die Wachstumsperspektiven: Die unternehmenseigene Treasury-Plattform verarbeitete im vergangenen Jahr Zahlungen in Höhe von 13 Billionen USD. Garlinghouse bezeichnete Stablecoins als den „ChatGPT-Moment“ für den traditionellen Finanzsektor — also als Einstiegspunkt für große Institute in die Krypto-Infrastruktur. Bemerkenswert dabei: Bislang wurden laut Garlinghouse 0 % dieses Volumens über Krypto-Assets abgewickelt.

Netzwerk und Markt unter Druck

On-Chain-Daten trüben das Bild zusätzlich. Am gestrigen Samstag wurden innerhalb von 24 Stunden lediglich 451 XRP als Netzwerkgebühren verbrannt — ein Rückgang von über 52 % gegenüber dem Vortag. Das signalisiert eine spürbare Abkühlung der Transaktionsaktivität auf dem XRP Ledger.

Seit Jahresbeginn hat XRP rund 27 % an Wert verloren und bewegt sich aktuell knapp unter dem technisch relevanten Widerstand bei 1,40 USD. Analysten sehen diesen Bereich als Schlüsselmarke für eine mögliche Trendwende; ein Rutsch unter 1,25 USD würde weiteren Abgabedruck auslösen.

Das institutionelle Interesse bleibt zumindest formal intakt: Sechs XRP-Spot-ETFs verwalten zusammen rund eine Milliarde USD. Die Zuflüsse bleiben jedoch moderat — ein Zeichen dafür, dass viele Investoren die finale Entscheidung zum CLARITY Act abwarten, bevor sie größere Positionen aufbauen.

XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 29. März liefert die Antwort:

Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu XRP