XRP: Goldman Sachs löst 154-Millionen-Position auf
Goldman Sachs verkauft XRP-ETFs komplett. Ripple tritt mächtiger Stablecoin-Allianz bei, doch der Token-Kurs bricht weiter ein.

- Ripple tritt Open USD Consortium bei
- Goldman Sachs löst XRP-ETF-Position auf
- XRP-Kurs fällt auf 1,09 US-Dollar
- RLUSD-Abwicklungsvolumen über 2,5 Milliarden Dollar
Starke Partnerschaften für das Unternehmen, herbe Verluste für den Token. Bei Ripple klaffen Realität und Marktstimmung extrem auseinander. Während das Krypto-Unternehmen einer mächtigen Stablecoin-Allianz beitritt, leidet XRP unter dem massiven Ausstieg eines Großinvestors.
Mächtige Allianz ohne XRP
Ripple ist dem neuen Open USD Consortium beigetreten. Hinter der Initiative stehen Schwergewichte wie Visa, Mastercard und BlackRock. Der neue Dollar-Stablecoin soll noch 2026 auf Blockchains wie Solana und Polygon starten. Bemerkenswert: Der eigene XRP-Ledger bleibt vorerst außen vor.
Ripple-Präsidentin Monica Long betont die Zukunft von netzwerkübergreifenden Zahlungen. Der Konzern treibt parallel seinen eigenen Stablecoin RLUSD voran. Beobachter werten das als klaren operativen Erfolg für Ripple. Für den XRP-Token bringt die Nachricht allerdings keinen spürbaren Schub.
Goldman Sachs zieht den Stecker
Zu dieser strategischen Stärke passt die jüngste Entwicklung an der Wall Street kaum. Goldman Sachs hat seine gewaltige Position in XRP-ETFs komplett aufgelöst. Ende 2025 hielt die Bank noch Anteile im Wert von rund 154 Millionen US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 trennte sich das Institut restlos von diesen Beständen.
Analysten sehen darin einen klaren Strategiewechsel. Die Bank nutzte die Position offenbar nur zur Abwicklung von Kundenaufträgen, nicht als langfristige eigene Wette. Stattdessen schichtete Goldman Sachs massiv in Krypto-Aktien wie Coinbase und Galaxy Digital um.
Der breite Markt kaufte indes weiter. Die US-Spot-ETFs für XRP verzeichneten jüngst wöchentliche Zuflüsse von gut 60 Millionen Dollar. Seit dem Start flossen kumuliert knapp 1,4 Milliarden Dollar in diese Anlageprodukte.
Schwache Kurse trotz Nutzung
Auf dem XRP-Ledger zeigt der hauseigene Stablecoin RLUSD durchaus Traktion. Einem unabhängigen Forschungsbericht zufolge wickelte das Netzwerk damit bereits ein Abwicklungsvolumen von über 2,5 Milliarden Dollar ab. Fast 900 Millionen Dollar entfielen auf den direkten Handel zwischen RLUSD und XRP.
Dem Kurs hilft das alles wenig. XRP notiert aktuell bei lediglich 1,09 US-Dollar. Seit Jahresanfang verlor der Token gut 42 Prozent an Wert.
Der dramatische Abwärtstrend bleibt intakt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,65 Dollar aus dem Juli 2025 ist der Kurs mittlerweile über 70 Prozent entfernt.
Die Trennlinie am Markt wird immer schärfer. Institutionelle Akteure interessieren sich stark für die Infrastruktur von Ripple. Eine direkte Nachfrage nach dem XRP-Token entsteht daraus bisher nicht. Solange Großanleger wie Goldman Sachs Gewinne aus Netzwerken lieber über Krypto-Aktien abgreifen, fehlt XRP der entscheidende fundamentale Treibstoff.
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