XRP: Japan senkt Steuersatz von 55 auf 20 Prozent

Japan stuft Kryptowährungen als Finanzinstrumente ein und senkt den Spitzensteuersatz von 55 auf 20 Prozent. XRP reagiert mit einem Kursplus von fast acht Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Krypto-Steuersatz in Japan auf 20 Prozent gesenkt
  • XRP-Kurs steigt um fast acht Prozent
  • Technisches Update für XRP Ledger Version 3.2.0
  • Fünfte Woche mit Zuflüssen bei XRP-ETPs

Lange litten Krypto-Anleger in Japan unter extremen Steuersätzen. Nun zieht das Land einen radikalen Schlussstrich. Das Parlament stuft digitale Assets künftig als Finanzinstrumente ein. Die Folge: XRP springt deutlich an.

Bisher lag der Spitzensteuersatz für Kryptogewinne bei 55 Prozent. Künftig gilt eine Pauschale von 20 Prozent. Marktbeobachter werten dies als starkes Signal für mehr institutionelles Kapital.

Der XRP-Kurs reagiert prompt. Die Notierung klettert am Montag um fast acht Prozent auf 1,24 US-Dollar. Leerverkäufer gerieten dabei auf dem falschen Fuß. Von den jüngsten Liquidationen entfielen über 86 Prozent auf Short-Positionen.

Trotz des Kurssprungs bleibt das charttechnische Bild angespannt. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 34 Prozent auf der Anzeigetafel. Auch die 50-Tage-Linie bei 1,32 US-Dollar ist noch nicht in Reichweite.

Technisches Update für das Netzwerk

Parallel dazu steht ein wichtiges technisches Update an. Das XRP Ledger erhält am Montag die Version 3.2.0. Entwickler versprechen sich davon mehr Stabilität und einen höheren Datendurchsatz.

Die Serverauslastung soll unter hoher Last um bis zu 40 Prozent sinken. Im gleichen Schritt ändert das Netzwerk seinen Kernnamen von „rippled“ zu „xrpld“. Das unterstreicht die wachsende Unabhängigkeit vom Ripple-Ökosystem.

Ferner wächst der Nutzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Der Anbieter AIXAlpha startete neue KI-Strategieverträge. Diese ermöglichen eine automatisierte Teilnahme am XRP-Markt mit täglicher Abrechnung.

Frisches Geld fließt in ETPs

Auch bei den Anlageprodukten zeigt sich ein klarer Trend. XRP-ETPs verzeichnen die fünfte Woche in Folge Nettomittelzuflüsse. Zuletzt flossen fast elf Millionen US-Dollar in diese Papiere. Währenddessen zogen Investoren Geld aus Bitcoin- und Ethereum-Produkten ab.

Seit ihrem Start im November 2025 sammelten US-Spot-ETFs auf XRP bereits über 1,4 Milliarden US-Dollar ein.

Ripple-CEO Brad Garlinghouse blickt derweil auf das operative Geschäft. Er peilt bis Ende 2026 einen annualisierten Umsatz von einer Milliarde US-Dollar an. Interessant dabei: Diese Summe klammert die eigenen XRP-Bestände komplett aus. Ripple fokussiert sich strategisch auf Software und Zahlungsinfrastruktur. Das schafft für institutionelle Kunden mehr Transparenz bei der Bewertung des Kerngeschäfts.

Die Kombination aus regulatorischer Klarheit in Japan und technischen Fortschritten stützt den aktuellen Kurs. Hält die Dynamik an, rückt der Widerstand am 50-Tage-Durchschnitt in den Fokus. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde das mittelfristige Chartbild deutlich aufhellen.

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