XRP: Luxemburg erteilt Krypto-Lizenz
Ripple erhält vorläufige Krypto-Lizenz in Luxemburg, doch der XRP-Kurs fällt auf Jahrestief. Die Diskrepanz zwischen Regulierung und Markt wächst.

- Vorläufige Krypto-Lizenz in Luxemburg
- XRP-Kurs rutscht auf Jahrestief
- Transaktionen auf XRP Ledger steigen
- RLUSD-Marktkapitalisierung über 340 Mio. Dollar
Ripple feiert einen wichtigen Etappensieg in Europa. Die luxemburgische Finanzaufsicht erteilt dem Unternehmen eine vorläufige Krypto-Lizenz. Am Markt verpufft die Nachricht völlig. Der XRP-Kurs rutscht stattdessen gefährlich nah an sein Jahrestief.
Die Commission de Surveillance du Secteur Financier hat Ripple einen sogenannten „Green Light Letter“ ausgestellt. Damit erhält der Konzern eine vorläufige Zulassung als Crypto Asset Service Provider. Die Basis dafür bildet das europäische MiCA-Regelwerk. Sobald die finalen Bedingungen erfüllt sind, will Ripple seine Krypto-Dienste im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anbieten.
Die Lizenz zielt nicht direkt auf den XRP-Token ab. Vielmehr geht es um die Zahlungsverkehrs-Infrastruktur von Ripple. Das Unternehmen kombiniert die neue Zulassung mit seiner bestehenden EU-E-Geld-Lizenz. Banken und Fintechs erhalten so einen zentralen Zugang für Krypto-Zahlungen. XRP und der hauseigene Stablecoin RLUSD dienen dabei als technische Basis.
Auf der Blockchain zeigt diese Strategie bereits Wirkung. Im Frühjahr stiegen die täglichen Transaktionen auf dem XRP Ledger um gut 35 Prozent. Sie erreichten im Schnitt 2,48 Millionen. Parallel dazu wuchs die Marktkapitalisierung des RLUSD-Stablecoins auf über 340 Millionen US-Dollar.
Die Token-Ökonomie wächst also. Kurz gesagt: ein harter Kontrast zur Börse. Aktuell notiert XRP bei 1,07 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Coin fast 43 Prozent an Wert eingebüßt. Damit rückt das 52-Wochen-Tief bei 1,05 US-Dollar massiv in den Fokus.
Der Markt ignoriert die regulatorischen Fortschritte in Europa vorerst komplett. Investoren handeln den schwachen Chart. Fällt die Unterstützung bei 1,05 US-Dollar, droht der nächste Abverkauf. Ripple muss nun beweisen, dass die europäische Infrastruktur auch echte Token-Nachfrage generiert.
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