XRP: Rally mit Rückenwind

XRP startet mit starken ETF-Kapitalzuflüssen und einer verbesserten regulatorischen Stimmung ins neue Jahr, während die technische Marke von 2,10 US-Dollar als entscheidend gilt.

Die Kernpunkte:
  • Starke institutionelle Nachfrage über US-Spot-ETFs
  • Regulatorische Entspannung nach SEC-Personalwechsel
  • Angebotsverknappung durch sinkende Börsenbestände
  • Technischer Widerstand bei 2,10 US-Dollar entscheidend

XRP startet mit Schwung ins neue Jahr. Getrieben von kräftigen ETF-Zuflüssen und einer spürbaren Stimmungsaufhellung auf der Regulierungsebene hat der Token eine langwierige Seitwärtsphase hinter sich gelassen. Im Zentrum steht die Frage, ob sich aus dem jüngsten Anstieg ein tragfähiger Trend entwickeln kann – oder ob es bei einer kurzen Erholungsbewegung bleibt.

Kursbild und Marktumfeld

Zu Jahresbeginn hat XRP die enge Handelsspanne der letzten Dezembertage nach oben verlassen und das viel beachtete Kursniveau um 2 US‑Dollar zurückerobert. Damit löst sich der Token aus der zuvor dominierenden Seitwärtsbewegung und setzt sich von der Entwicklung der größeren Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum ab, die zuletzt nur moderate Gewinne verzeichneten.

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Trotz der frischen Dynamik bleibt die größere Perspektive gemischt: Auf Jahressicht liegt XRP weiterhin unter dem Preisniveau vom Januar 2025, bewegt sich aber klar oberhalb des 52‑Wochen-Tiefs. Der Titel hat damit noch Luft nach oben, aber auch den Abstand zu früheren Hochs klar vor Augen.

Ein Blick auf die bereitgestellten Kennzahlen unterstreicht das Spannungsfeld:
– Der aktuelle Kurs von 1,88 US‑Dollar liegt rund 38 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 3,04 US‑Dollar.
– Gleichzeitig notiert XRP nur knapp über dem jüngsten Jahrestief bei 1,81 US‑Dollar, der RSI von 28,8 signalisiert ein bereits deutlich überverkauftes Niveau.

ETF-Zuflüsse als zentraler Treiber

Ein wesentlicher Motor der aktuellen Bewegung sind die US-Spot-ETFs auf XRP. Diese Produkte verzeichnen seit ihrem Start kontinuierliche Mittelzuflüsse und bündeln damit die Nachfrage institutioneller und regulierter Anleger.

Nach jüngsten Daten summieren sich die gesamten Nettozuflüsse seit Auflage der ETFs auf über 1,18 Milliarden US‑Dollar. Allein am 2. Januar sind knapp 13,6 Millionen US‑Dollar hinzugekommen. Dieses stetige Kapital lenkt laufend Token in die ETF-Vehikel und reduziert das am Markt frei verfügbare Angebot.

Parallel dazu gehen die XRP-Bestände auf den Börsen deutlich zurück. Marktbeobachter verweisen auf einen Rückgang von rund 4 Milliarden Token auf lediglich 1,5 bis 1,7 Milliarden. Diese Verknappung schafft eine Angebotslage, die bei anhaltender Nachfrage weiter preisstabilisierend oder sogar preistreibend wirken kann – zumal das zusätzliche Angebot aus der monatlichen Escrow-Freigabe im Januar nur gering ins Umlaufvolumen durchgeschlagen hat.

Regulierung: Stimmungswechsel bei der SEC

Auf der Nachrichtenebene kommt zusätzlicher Rückenwind von der US-Börsenaufsicht SEC. Der Rücktritt von Kommissarin Caroline Crenshaw wird am Markt als wichtiges Signal gewertet. Crenshaw galt als eine der lautesten Kritikerinnen von Krypto-Spot-ETFs und hatte sich auch gegen den Verzicht der SEC auf eine Berufung im Ripple-Verfahren gestellt.

Ihr Ausscheiden fällt in eine Phase, in der die Behörde ihren fünfjährigen Rechtsstreit mit Ripple Labs bereits beendet hat. Damit ist ein zentraler Belastungsfaktor für XRP weggefallen, der lange wie ein Deckel auf der Kursentwicklung lag. Nun entsteht der Eindruck, dass sich innerhalb der Behörde mittelfristig mehr Raum für krypto-freundlichere Positionen auftun könnte.

Hinzu kommt politische Bewegung in Washington: Marktteilnehmer richten den Blick auf die anstehende Beratung eines Market Structure Bill am 15. Januar 2026. Diese geplante Gesetzesinitiative könnte die regulatorischen Rahmenbedingungen für digitale Assets weiter schärfen. Allein die Erwartung konkreterer Spielregeln hält die Aufmerksamkeit hoch und stützt die aktuelle Risikobereitschaft im XRP-Segment.

Charttechnik: Entscheidungszone im Bereich 2 US‑Dollar

Aus technischer Sicht hat XRP einen längeren Abwärtstrend nach oben verlassen. Der Token bewegt sich nun in einer Zone, die in der Vergangenheit bereits als Unterstützung und Widerstand fungiert hat. Analysten definieren insbesondere den Bereich um 2,05 bis 2,10 US‑Dollar als entscheidend.

Der Chartanalyst „Swiss“ spricht auf höheren Zeitebenen von einer „sauberen Struktur“. Für ihn trennt die Marke von 2,10 US‑Dollar eine bloße Zwischenerholung von einer echten Trendfortsetzung. Erst ein stabiler Ausbruch und anschließende Konsolidierung oberhalb dieses Niveaus würden auf eine strukturelle Verschiebung im Vorteil der Bullen hindeuten.

In Szenarienrechnungen taucht bei einem solchen bestätigten Ausbruch der Bereich von rund 3,30 bis 3,40 US‑Dollar als mögliches nächstes Ziel auf – dort verläuft eine frühere horizontale Widerstandszone aus vergangenen Marktphasen. Solange die Bestätigung jedoch aussteht, bleibt dieses Ziel klar hypothetisch.

On-Chain-Daten und Marktbreite

Die On-Chain-Signale fügen sich in das Bild einer angespannten Angebotsseite:
– Sinkende Börsenbestände
– ETF-bedingte Absorption von Token
– Geringe Netto-Neuzuflüsse aus der Escrow-Freigabe

Analysten werten diese Kombination als konstruktiven Rahmen für die Kursentwicklung, solange die Nachfrageseite nicht abrupt einbricht. Bemerkenswert ist zudem, dass XRP diese Entwicklung in einem Umfeld zeigt, in dem andere große Krypto-ETFs eher gemischte Zuflüsse melden. Besonders die Bitcoin-Fonds verzeichnen zeitweise schwächere Nachfrage, was den Eindruck verstärkt, dass die XRP-Rally aktuell stark token-spezifisch und weniger breit marktgetrieben ist.

Damit unterstreicht XRP seine spezielle Position: Der Token profitiert gleichzeitig von gewachsener regulatorischer Klarheit, dem Zugang zu institutionellem Kapital über ETFs und einer etablierten Rolle im Zahlungsverkehrsumfeld.

Ausblick auf die nächsten Wochen

Für die weitere Entwicklung rücken drei Faktoren in den Vordergrund: Erstens die Frage, ob die ETF-Zuflüsse auf hohem Niveau anhalten und damit die Angebotsknappheit fortschreiben. Zweitens die politische Agenda in den USA, insbesondere die geplante Market-Structure-Beratungsrunde am 15. Januar, die neue Impulse für die Regulierung setzen kann. Drittens die technische Verfassung des Charts – insbesondere, ob XRP die Zone um 2,05 bis 2,10 US‑Dollar überzeugend überwinden und anschließend verteidigen kann.

In Kombination entscheiden diese Punkte darüber, ob der gute Start ins Jahr 2026 den Auftakt für eine nachhaltigere Aufwärtsphase markiert oder ob sich XRP vorerst erneut in eine Konsolidierung einpendelt.

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