XRP: Schwachstelle behoben?
XRP-Anlageprodukte erhielten wieder Kapital; Ripples neue RLUSD-Anwendungen belegen jedoch keine zusätzliche Token-Nachfrage.

- Rund 740.414 Dollar ETF-Nettozuflüsse
- DriveWealth-Partnerschaft für globale Finanzinfrastruktur angekündigt
- XRP-Ledger-Sicherheitslücke laut RippleX behoben
- Netzwerkänderung frühestens am 23. Oktober möglich
US-Kassa-ETFs auf XRP haben gestern wieder Nettomittelzuflüsse verzeichnet. Medienberichten zufolge flossen ihnen rund 740.414 Dollar zu, nachdem drei Handelssitzungen ohne Nettozuflüsse geblieben waren.
Parallel baut Ripple die Zahlungsinfrastruktur auf dem XRP Ledger aus. Für Anleger sind das unterschiedliche Signale: ETF-Zuflüsse betreffen XRP unmittelbar, während neue Anwendungen für den Stablecoin RLUSD nicht automatisch zusätzliche Nachfrage nach XRP belegen.
DriveWealth setzt auf Ripples Infrastruktur
Ripple und DriveWealth haben gestern eine Partnerschaft für die globale Anlageinfrastruktur von DriveWealth angekündigt. Nach Unternehmensangaben umfasst sie die Abwicklung mit RLUSD auf dem XRP Ledger sowie Ripple Payments für grenzüberschreitende Finanzierungen. Hinzu kommen Verwahrungsdienste von Ripple. Die Abwicklung soll zunächst in Europa beginnen; eine Ausweitung auf die USA ist geplant.
Damit verbindet die Vereinbarung Zahlungsabwicklung, Finanzierung und Verwahrung. Ihr konkreter Gegenstand ist jedoch nicht mit einem Kaufprogramm für XRP gleichzusetzen. Die angekündigte Nutzung des Netzwerks und die Nachfrage nach seinem Token müssen Anleger getrennt bewerten.
Diese Unterscheidung gilt auch für die am Montag angekündigte institutionelle RLUSD-Verwahrung durch Standard Chartered. Die Bank startete das Angebot über ihre Niederlassung im Dubai International Financial Centre. Außerdem arbeitet sie mit Ripple und LMAX Group an einer geplanten Integration von RLUSD als Sicherheit. Die Ankündigung betrifft RLUSD und setzt keine Haltung oder Nutzung von XRP voraus.
Sicherheitslücke ist bereits behoben
Neben den neuen Anwendungen verdient die technische Sicherheit Aufmerksamkeit. Am 9. Oktober machten die XRP Ledger Foundation und RippleX eine Schwachstelle in der Zahlungsengine öffentlich. Sie hätte die Erzeugung ausgabefähiger XRP über die vorgesehene Angebotsmenge hinaus ermöglichen können.
Medienberichten zufolge erklärte RippleX, den Fehler mit der am 25. September veröffentlichten Version xrpld 3.4.1 behoben zu haben. Hinweise auf eine Ausnutzung in öffentlichen Netzwerken habe es nicht gegeben.
Damit handelt es sich um eine offengelegte und behobene Schwachstelle, nicht um einen bestätigten Angriff. Für die Einordnung sind sowohl das mögliche Schadensbild als auch der gemeldete Abschluss der Fehlerbehebung entscheidend.
Nächster Netzwerkschritt bleibt an Bedingungen geknüpft
Für die Änderung fixCleanup3_4_0 begann am 5. Oktober das zweiwöchige Aktivierungsfenster. Als frühester Aktivierungstermin wurde der 23. Oktober genannt. Voraussetzung ist, dass die Unterstützung der Validatoren über 80 Prozent bleibt.
Die Änderung bündelt Fehlerkorrekturen für mehrere Funktionen des XRP Ledger. Ihre Aktivierung ist damit noch keine feststehende Tatsache. Für Anleger ergibt sich eine klare Trennung: Die ETF-Zuflüsse zeigen Kapitalbewegungen in XRP-Anlageprodukte. Die Partnerschaften betreffen den Ausbau der Infrastruktur, während beim Netzwerk weiterhin technische Umsetzung und Validatorenzustimmung zählen.
Stand heute, 15. Oktober: XRP – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in XRP investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 15. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




