XRP: Senat-Abstimmung über CLARITY Act
Über 200 Krypto-Firmen fordern vom US-Senat die Abstimmung über den CLARITY Act. XRP-Kurs fällt trotz positiver Signale auf 1,13 Dollar.

- 200 Firmen fordern Senatsabstimmung
- CLARITY Act als Rohstoff-Einstufung
- XRP-Kurs fällt auf 1,13 US-Dollar
- Netzwerk-Update XRPL 3.1.3 live
Mehr als 200 Krypto-Unternehmen machen Druck auf den US-Senat. Eine Allianz um Ripple und Coinbase fordert die sofortige Abstimmung über den CLARITY Act. Für XRP steht dabei die endgültige rechtliche Einstufung auf dem Spiel. Die Zeit drängt massiv.
Der Kampf um die Mehrheit
Das Repräsentantenhaus hat das Gesetz bereits im Juli 2025 verabschiedet. Im Mai 2026 gab der Bankenausschuss des Senats grünes Licht. Jetzt fehlt die finale Abstimmung im Plenum. Dafür benötigen die Befürworter 60 Stimmen. Sieben bis zehn Demokraten müssen die Seiten wechseln.
Die klassische Finanzwelt wehrt sich. JPMorgan-Chef Jamie Dimon kritisiert die geplanten Regeln für Stablecoins scharf. Das Gesetz bedroht die Vormachtstellung der Banken im Zahlungsverkehr. Die Folge: Die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung sinkt. Analysten von Galaxy Digital sehen die Chancen nur noch bei 60 Prozent.
XRP im freien Fall
Der CLARITY Act würde XRP dauerhaft als digitalen Rohstoff einstufen. Zukünftige Streitereien mit der US-Börsenaufsicht SEC wären damit vom Tisch. Spot-ETFs auf XRP verzeichneten im Mai Rekordzuflüsse von knapp 132 Millionen US-Dollar.
Dennoch stürzt der Kurs ab. Aktuell notiert XRP bei 1,13 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Token fast 40 Prozent an Wert verloren und kratzt am 52-Wochen-Tief. Ein technischer Indikator wie der RSI signalisiert mittlerweile einen stark überverkauften Markt.
Technik-Ausbau läuft weiter
Abseits der politischen Bühne treiben Entwickler das Netzwerk voran. Ende Mai ging das Update XRPL 3.1.3 live. Es behebt Fehler im internen Kreditprotokoll und bereinigt abgelaufene NFT-Angebote.
Parallel dazu rüstet sich Ripple für die Zukunft. Ein vierstufiger Plan soll das Netzwerk bis 2028 resistent gegen Quantencomputer machen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 startet die dritte Phase. Entwickler testen dann neue Signaturverfahren auf einem separaten Testnetz.
Das Zeitfenster für den politischen Durchbruch schließt sich rasant. Das Weiße Haus peilt den 4. Juli für die Verabschiedung an. Verpasst der Senat die Frist vor der Sommerpause im August, droht ein langer Stillstand. Laut Senatorin Cynthia Lummis verschiebt sich die nächste realistische Chance für das Gesetz dann auf das Jahr 2030.
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